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Jan Kopecky hat bei der Barum-Rallye in Zlin alle acht Wertungsprüfungen des Samstags gewonnen

Kopecky dominiert in Zlin und hängt Pech ab

29/08/2015 um 21:21

Der zweite Tag der Barum-Rallye im tschechischen Zlin, dem siebten Lauf der ERC 2015, sah eine Machtdemonstration von Skoda-Pilot Jan Kopecky. Er gewann am Samstag alle acht Wertungsprüfungen und unterstrich damit, dass er auf Asphalt der schnellste Pilot der ERC ist. Nach seiner makellosen Leistung geht Kopecky mit einem Vorsprung von 35,4 Sekunden auf seinen Landsmann und Erzrivalen Vaclav Pech.

"Es war ein großartiger Tag für uns. Das Auto ist sehr, sehr stark", sagt Kopecky. "Wir haben versucht, keine Fehler zu machen und hatten eine gute Pace." Trotz der klaren Führung will der Skoda-Pilot aber noch nicht an den möglichen Sieg denken. "Morgen wird ein sehr schwieriger Tag, sehr wellig", meint er. Doch die Chancen stehen gut, dass Kopecky zum vierten Mal die Barum-Rallye gewinnt, womit er sich auch vorzeitig die tschechische Meisterschaft sichern würde.

Pech, der am Freitagabend die erste Wertungsprüfung gewonnen hatte, konnte dem Tempo seines Landsmanns Kopecky am Samstag nichts entgegensetzen und verlor kontinuierlich Zeit. "Ich gebe alles, aber Kopecky ist sehr schnell und fährt ein gutes Rennen", muss Pech dann auch eingestehen.

Im Kampf um die Gesamtwertung der ERC musste Craig Breen (Peugeot 208 T16) am Samstag einen herben Rückschlag einstecken. Der Ire fing sich bei der fünften Wertungsprüfung einen Plattfuß ein und verlor rund zweieinhalb Minuten, womit er zwischenzeitlich auf Gesamtrang 15 zurückfiel. "Zu dumm! Ich habe nichts berührt, er hat einfach immer mehr Luft verloren. Ich bin am Boden zerstört", ärgert sich Breen.

Der Peugeot-Pilot kämpfte sich bis zum Ende des Tages wieder bis auf Position elf nach vorne, geht aber mit einem klaren Rückstand auf seinen Titelrivalen Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5), der aktuell Gesamtdritter (+58,2 Sekunden) ist, in den Schlusstag der Rallye. Der Deutsche Sepp Wiegand (Skoda Fabia S2000) konnte die Motorenprobleme, durch die er bereits am Freitag bei der ersten Wertungsprüfung aussichtslos zurückgefallen war, zwar beheben, hat als 37. der Gesamtwertung mit dem Ausgang der Rallye aber nichts zu tun.

Spektakulärer Unfall ging harmlos aus

Für den spektakulären Höhepunkt des Tages sorgte bei der zweiten Wertungsprüfung der Franzose Robert Consani (Citroen DS3 R5). Consani, der kurz vor der Rallye noch seinen Beifahrer austauschen musste, kam auf einem schnellen Abschnitt von der Straße ab und überschlug sich sechsmal. Fahrer und Beifahrer konnten dem Wrack aber unverletzt entsteigen. Am Sonntag stehen bei der Barum-Rallye weitere sechs Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 86,28 Kilometern auf dem Programm.

Gesamtwertung nach 9 von 15 Wertungsprüfungen (Top 10):

01. Jan Kopecky (Skoda Fabia R5) - 1:21:30.2 Stunden

02. Vaclav Pech (Mini John Cooper Works S2000) +35,4 Sekunden

03. Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5) +58,2

04. Aleksej Lukjanuk (Ford Fiesta R5) +1:30,4 Minuten

05. Pavel Valousek (Skoda Fabia S2000) +2:06,3

06. Miroslav Jakes (Citroen DS3 R5) +2:56,4

07. Jan Cerny (Skoda Fabia S2000) +3:04,8

08. Charles Martin (Peugeot 208 T16) +3:20,8

09. Hermen Kobus (Skoda Fabia R5) +3:22,2

10. Antonin Tulstak (Skoda Fabia S2000) +4:15,0

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