Der Präsident des Vereins Athleten Deutschland bekräftigte dabei auch, dass Sportler sich in der Impfreihenfolge nicht vordrängeln wollen und nicht oberste Priorität besitzen. "Ich will nicht einem 70-Jährigen, einem Krankenpfleger oder jemandem mit Vorerkrankung eine Impfdosis wegnehmen, selbst wenn es nur eine einzige ist", sagte Hartung.
Dennoch forderte der Ex-Europameister eine Debatte über eine Impfung vor den Sommerspielen in Japan (23. Juli bis 8. August). "Ich will, dass man darüber spricht, wann in der Priorisierung Sportler an der Reihe sein können", sagte Hartung: "Letztendlich geht es darum, ob Deutschland während der Pandemie eine Mannschaft sicher zu den Olympischen Spielen in Tokio schicken will oder ob die Entscheidung über die Teilnahme und das Risiko bei uns Sportlern liegt."
In der vergangenen Woche hatte Hartung mit dem bereits für Olympia qualifizierten Säbelfechter-Team beim Weltcup in Budapest den ersten internationalen Wettkampf seit über einem Jahr bestritten, er berichtete von gemischten Gefühlen. "Ich glaube, dass man Sportveranstaltungen ausrichten kann, dass es aber Verbesserungspotenzial gibt", sagte er.
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"Wir hatten eine der größten Hallen für unseren Sport, aber selbst dort gelingt es nicht, ausreichend Abstand zu halten. Sport treiben mit FFP2-Maske, das klappt nicht", sagte Hartung: "Ich habe das schon als Risiko empfunden, und das hat es schwer gemacht, mich auf den Wettkampf einzulassen." Bei knapp 400 Teilnehmern in Budapest hatte es mindestens fünf Corona-Infektionen gegeben.
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