Damit reagiert man auch auf die Kommentare von Weltmeister Lewis Hamilton, der jüngst betonte, dass er den Sport nach Afrika führen möchte.
"Ich stimme Lewis vollkommen zu", sagte Chloe Targett-Adams. "Afrika ist ein Kontinent, auf dem wir keine Rennen veranstalten, und das ist einfach falsch."
In einem Online-Seminar von "BlackBook" betonte die Verantwortliche für die Formel-1-Rennpromotion:
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"Es ist ein Ort, den wir unbedingt wollen, es ist die Priorität. Wir sind schon seit ein paar Jahren in Gesprächen mit möglichen Optionen."

Afrika-Grand-Prix "kurz- bis mittelfristig" geplant

Bereits der frühere Formel-1-Boss Bernie Ecclestone versuchte viele Jahre lang, einen Weg zu finden, an die alte Grand-Prix-Strecke nach Südafrika zurückzukehren. Dieser Wunsch hat sich unter dem Management von Liberty Media fortgesetzt und wurde zuletzt vom neuen CEO Stefano Domenicali öffentlich bekräftigt.
Während Südafrika der wahrscheinlichste Austragungsort bleibt, gibt es allerdings auch Interesse aus anderen Ländern, vor allem aus Marokko, das 1958 ein Rennen ausrichtete. Targett-Adams hofft in jedem Fall, "kurz- bis mittelfristig" einen Grand Prix auf dem afrikanischen Kontinent erreichen zu können.
Warren Scheckter, der sich seit Jahren für Wiederbelebung des WM-Laufs in Kyalami einsetzt, rechnet damit allerdings nicht vor 2023. "Das Zieldatum ist immer noch 2022, aber das könnte sich aufgrund der Auswirkungen der Pandemie verschieben, also ist 2023 vielleicht wahrscheinlicher", erklärte er gegenüber "RaceFans".

Die Formel 1 bei ihrem letzten Auftritt in Südafrika

Fotocredit: Getty Images

Warren Scheckter: Kyalami "der logischste Ort"

Südafrika sei das "der wahrscheinlichste Ort". Und das nicht nur, weil es mit Jody Scheckter einen eigenen Weltmeister hat - der Onkel von Warren Scheckter gewann 1979 den Titel. Sondern auch, weil es über eine Strecke verfügt, die rennfertig sei.
So versichert der junge Scheckter, dass der südafrikanische Austragungsort nur wenig Arbeit benötige, um ihn den heutigen Anforderungen anzupassen: "Die Strecke ist sehr am Formel-1-Standard. Wenn es einen afrikanischen Grand Prix geben sollte, ist Südafrika und Kyalami der logischste Ort, an dem er stattfinden würde."
Targett-Adams räumte indes ein, dass die Formel 1 neben einem Grand Prix in Afrika auch an einem zweiten Rennen in den USA arbeite. Dies bleibe "eine klare strategische Priorität", sagte sie. "Wir haben jetzt ein großartiges Rennen in Austin und freuen uns darauf, hoffentlich noch einige Jahre mit unserem Promoter zu arbeiten."

Zweites US-Rennen und Vietnam auf Wunschliste

"Aber wir schauen uns nach einer zweiten Rennmöglichkeit um, einem Zielort, und wollen das Angebot an US-Rennen ausbauen. Und wir haben auch keinen Hehl daraus gemacht, dass Asien ebenfalls eine wichtige Priorität ist", so Targett-Adams.
In dem Zusammenhang verriet die Direktorin für Rennpromotion, dass sie die Hoffnung auf einen Grand Prix in Vietnam noch nicht aufgegeben habe. Die Premiere in Hanoi musste im vergangenen Jahr wegen der Pandemie verschoben werden, und nach einem lokalen Politikskandal wurde es auch aus dem Zeitplan für 2021 gestrichen.
"Vietnam ist ein unglaublich spannender Rennort für die Formel 1", betonte Targett-Adams. "Das Land hat eine sehr junge Demographie, einen pulsierenden Wirtschaftssektor. Es ist ein Ort, für den wir brennen, um dort Rennen zu fahren."

Bauarbeiten auf der Formel-1-Stecke in Hanoi

Fotocredit: Getty Images

Größtes Problem: Platz im Rennkalender finden

"2020 sollte das erste Rennen stattfinden, mit einer erstaunlichen Rennstrecke, die in den Außenbezirken von Hanoi gebaut wurde. Und dann, völlig verständlich, will niemand ein erstes Rennen mitten in einer Pandemie starten." Danach hätten "ein paar lokale Probleme" eine Durchführung in diesem Jahr verhindert.
"Also haben wir und uns mit unserem Promoter, der Vingroup, geeinigt, dass 2021 einfach nicht der richtige Zeitpunkt dafür ist. Wir arbeiten aber weiter mit ihnen zusammen, und längerfristig würden wir natürlich immer noch gerne ein Rennen in Vietnam veranstalten. Also hoffen wir, dass wir irgendwann dorthin kommen werden."
Von solchen Komplikationen abgesehen, besteht das Hauptproblem neuer Austragungsorte laut Targett-Adams darin, im Kalender Platz sie zu finden: "Wir haben das Glück, dass das Interesse groß ist, aber die Plätze im Kalender sind begrenzt. Ohne die Eckpfeiler des Kalenders oder längerfristige Beziehungen aufgeben zu wollen, müssen wir uns überlegen, wie wir die Möglichkeit nutzen können, diese neuen Orte zu integrieren und die Fans in diesen Gebieten zu erreichen. Das ist der Punkt, an dem der Wechsel bestehender Strecken zu einem interessanten Konzept wird."
Damit der Kalender nicht unnötig aufgebläht wird, könnten Orte von Jahr zu Jahr alternieren. "Und wir arbeiten daran, dass Afrika, die USA und Asien die Orte sind, auf die wir in Bezug auf neue Rennen im Moment abzielen wollen."
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