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"Sieht einfach klasse aus": Ferrari präsentiert neuen SF1000

"Sieht einfach klasse aus": Ferrari präsentiert neuen SF1000
Von Eurosport

12/02/2020 um 10:03Aktualisiert 12/02/2020 um 10:13

Mit dem SF1000 bläst Ferrari zur Jagd auf Mercedes und den Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. Der Rennstall von Sebastian Vettel stellte im pompösen Theaterhaus Romolo Valli in Reggio Emilia feierlich seinen neuen Rennwagen vor. Der Bolide verdankt seinen Namen einem anstehenden Jubiläum: Der traditionsreichste Formel-1-Rennstall wird in der kommenden Saison seinen 1000. Grand Prix bestreiten.

Sebastian Vettel lächelte, seine Augen strahlten. Den edlen dunklen Anzug hätte der viermalige Formel-1-Weltmeister beim Anblick seines neuen Dienstwagens am liebsten noch auf der Bühne des Theaterhauses Romolo Valli gegen seinen Rennoverall eingetauscht.

"Wir müssen noch eine Woche warten, bis wir einsteigen dürfen. Aber der Wagen sieht einfach klasse aus", sagte Vettel bei der pompösen Präsentation der - wie die Ferraristi inständig hoffen - neuen "Roten Göttin", die einprägsam SF1000 heißt. Der Bolide verdankt seinen markanten Namen einem anstehenden Jubiläum. Der traditionsreichste Formel-1-Rennstall wird im neunten Saisonrennen seinen 1000. Grand Prix bestreiten. Einmalig in der Formel 1. Und doch ein weiteres Zeichen, woran es hakt.

Denn zuletzt hatte Ferrari nur noch selten Grund, sich für Errungenschaften der Neuzeit zu feiern. Die Positiv-Schlagzeilen gehören seit 2014 den Seriensiegern von Mercedes und dem mittlerweile sechsmaligen Weltmeister Lewis Hamilton. Die stolze Scuderia dagegen wartet bereits seit zwölf (!) Jahren auf einen Titel.

Video - Ferrari bläst zur Jagd auf Mercedes: So sieht die neue "Rote Göttin" aus

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Binottos Auftrag: "Siegen"

2020, in der letzten Saison vor der Einführung einer radikalen Budgetgrenze, soll der große Wurf mit aller Macht gelingen. Ferrari-Boss Louis Camilleri kündigte hierzu in der Vorwoche zusätzliche Investitionen an. Am Dienstag formulierte er seinen Anspruch an die Fahrer Vettel und Charles Leclerc sowie die Crew um Teamchef Mattia Binotto ebenso knapp wie unmissverständlich: "Siegen".

Und der Optimismus im opulenten Opernhaus von Reggio Emilia kannte kaum Grenzen. "Es steckt sehr viel Arbeit in diesem Auto. Das werde ich spüren, wenn ich es fahre. Das Heck ist viel schlanker als im vergangenen Jahr. Es wurden kluge Lösungen gefunden", sagte Vettel über den selbstverständlich vorwiegend in Rot gehaltenen Boliden.

Vettel geht in sein sechstes Jahr bei Ferrari. Sein Vertrag läuft am Jahresende aus, eine Verlängerung hängt massiv von seinen Ergebnissen ab - auch im Vergleich zu denen seines jungen Teamkollegen Charles Leclerc. Der 22-jährige Monegasse, im Vorjahr mit zwei Siegen und als WM-Dritter erfolgreicher als der Platzhirsch aus Heppenheim erwartet "eine große Saison und eine große Herausforderung".

Neuer Wagen deutlich stärker

Leclerc besitzt einen Vertrag bis 2024, ihm gehört die Zukunft bei Ferrari. Doch bei der Mission Titelgewinn setzt Ferrari ein zweites Mal auf die explosive Doppelspitze aus Routinier und Emporkömmling.

Alles Talent hilft aber nur, wenn der Wagen in jedem Rennen um Siege fahren kann. Im Vorjahr gewannen Vettel und Leclerc im Vorgänger SF90 lediglich drei von 21 Läufen und waren im Titelkampf gegen Mercedes chancenlos. Der neue rote Renner sollte deutlich stärker sein, glaubt Binotto: "Wir haben versucht, den Abtrieb zu maximieren. Wir wollten eine möglichst schlanke Silhouette haben. Die Aufhängung ist agiler als im vergangenen Jahr, um auf das Feedback der Fahrer schneller reagieren zu können."

Doch so elegant und schnell der Bolide aussehen mag: Wie gut der SF1000 wirklich ist, muss sich auf der Strecke zeigen. Die ersten Testfahrten starten am 19. Februar in Barcelona, die 71. Saison in der Motorsport-Königsklasse beginnt am 15. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne.

(SID)

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