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"Das große Ganze" im Blick: Ferrari will eigene Interessen hintenanstellen

"Das große Ganze" im Blick: Ferrari will eigene Interessen hintenanstellen

31/12/2019 um 12:01

In der Formel 1 wird ab der Saison 2021 eine Budgetobergrenze eingefügt. Auch die Ferrari spricht sich klar für diese strikte Obergrenze aus. Laut Scuderia-Boss Louis Camilleri ist das aber nur der erste Schritt, um eine ökonomische Stabilität in der Königsklasse zu erreichen. Um die gemeinsamen Ziele zu verfolgen, würde Ferrari laut Camilleri sogar die eigenen Interessen hintenanstellen.

Die Budgetobergrenze kommt und soll in der Formel-1-Saison 2021 für einen faireren Wettbewerb und wirtschaftliche Stabilität bei den Teams sorgen. Jedoch geht die Marke von rund 156 Millionen Euro inklusive vieler Ausnahmen den meisten Teams nicht weit genug. Jetzt spricht sich auch Ferrari für eine striktere Obergrenze aus, wenn die Formel 1 in der Zukunft effizient wirtschaften will.

Die Italiener warnen die Königsklasse davor, "langsam zu sterben", wenn die ökonomische Stabilität in der Zukunft nicht gewährleistet wird. Die neue Budgetobergrenze scheint dafür noch nicht auszureichen und es gibt auch viele Ausnahmen, die nicht in das Budget einfließen - dazu gehören die Motorentwicklung und Fahrergehälter.

Ferrari will ökonomische Stabilität in Formel 1

Laut Ferrari-Geschäftsführer Louis Camilleri ist es wichtig, dass in der Formel 1 weiterhin Innovationen entwickelt werden, aber dennoch müssten die Kosten drastisch sinken. "Wir haben einen guten Kompromiss mit der Budgetgrenze erreicht, die für die Chassis gilt", sagte er und ergänzte:

"Das ist gut für die ökonomische Stabilität in der Formel 1."

Der Ferrari-Boss stellte zu dem klar: "Nach einiger Zeit sollten mehr Bereiche des Autos mit in die Budgetobergrenze einfließen, also die Antriebe, auch die Fahrer und weitere Dinge". Zudem betonte Camilleri:

"Wenn der Sport nicht wirtschaftlich ist, wird er langsam sterben. Unsere Verantwortung ist, sicherzustellen, dass er wirtschaftlich stabil ist."

Ferrari will eigene Interessen hintenanstellen

Camilleri erklärte, dass Ferrari schon einige "Opfer" gebracht habe, damit die kleineren Teams in der Formel 1 mehr Geld bekommen. Auch das sei wichtig für das Fortbestehen einer gesunden und wirtschaftlichen Königsklasse:

"Wir haben noch nicht die Fahnenstange erreicht, aber die Prinzipien, die wir jetzt verfolgen, sind in Ordnung."
Macht sich für eine ökonomische Stabilität in der Formel 1 stark: Ferrari-CEO Louis Camilleri (rechts) mit Teamchef Mattia Binotto

Macht sich für eine ökonomische Stabilität in der Formel 1 stark: Ferrari-CEO Louis Camilleri (rechts) mit Teamchef Mattia BinottoGetty Images

In Zukunft will Ferrari nicht nur auf seine eigenen Interessen schauen, sondern "das große Ganze" im Blick haben. Sollte die Formel 1 als Sport von einer Maßnahme profitierten, würde das auch dem italienischen Hersteller zugutekommen, so die einfache Denkweise des Ferrari-Geschäftsführers.

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