SID

Formel 1: Chase Carey wehrt sich gegen Vorwürfe und hofft auf Spannung

Formel-1-Boss weist Kritik zurück: "Die Fans sind uns wichtig"
Von SID

13/02/2018 um 21:35

Formel-1-Boss Chase Carey freut sich auf die neue Saison, hofft auf mehr Drama und hat sich gegen den Vorwurf gewehrt, die neuen Eigentümer der Motorsport-Königsklasse würden die Basis vergessen. Besonders wegen der Abschaffung der Grid Girls zur neuen Saison hatten Carey und seine Mitstreiter zuletzt viel Kritik von Anhängern und auch Piloten geerntet.

Der 64-Jährige sagte gegenüber der "Sport Bild":

    "Die Fans sind uns unglaublich wichtig, genau wie Europa – und damit meine ich auch Deutschland."

    Carey verteidigte aber die Linie von Liberty Media, das die Formel 1 vor knapp einem Jahr für rund vier Milliarden Euro übernommen hatte:

    "Unser Motto lautet: selbes Spiel, andere Herangehensweise. Wir wollen ein Produkt schaffen, das alles beinhaltet, womit die Fans aufwuchsen, das aber nicht in der Zeit eingefroren ist. Wenn man den Wandel nicht zulässt, kann man nicht wachsen."

    Carey verwies auf eine "Negativspirale", welcher die Formel 1 in den letzten Jahren unter der Führung von Bernie Ecclestone ausgesetzt gewesen sei. Mit der Übernahme der Königsklasse entließ Carey den langjährigen Promoter der Serie im vergangenen Januar.

    Lob für Hamilton und Ferrari

    Insgesamt sieht Carey die Formel 1 gut aufgestellt. So sei Weltmeister Lewis Hamilton "eine ganz besondere Persönlichkeit". Der Traditionsrennstall Ferrari, dessen Boss Sergio Marchionne zuletzt mit dem Formel-1-Ausstieg zur Saison 2021 gedroht hatte, ist für Carey gar "das hellste Licht in diesem Sport".

    Für die Saison 2018, die am 25. März in Melbourne beginnt, wünscht sich Carey "Wettbewerb und Drama". Die vergangene Saison sei für seinen Geschmack "zu sehr" vom Duell zwischen Mercedes-Pilot Hamilton und Ferrari-Star Sebastian Vettel geprägt gewesen.

    Eine Rückkehr von Fernando Alonso und McLaren an die Spitze der Formel 1 wäre für den Königsklassen-Boss ebenso ein "schönes Szenario" wie ein Eingreifen des jungen Niederländers Max Verstappen in den Titelkampf.

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