SID

Formel 1 | Mercedes stellt neuen Silberpfeil vor: "Wir beginnen bei null"

Mercedes stellt Silberpfeil vor: "Wir beginnen bei null"
Von SID

13/02/2019 um 12:56Aktualisiert 13/02/2019 um 17:05

Die Formel-1-Weltmeister von Mercedes haben am Mittwoch den Boliden für ihre zehnte Saison seit der Rückkehr in die Königsklasse vorgestellt. Der neue W10 von Titelverteidiger Lewis Hamilton und Valtteri Bottas ging in Silverstone auf die Strecke und soll die Branchenführer trotz des erheblich geänderten Aerodynamik-Reglements zum sechsten WM-Titel in Folge tragen.

"Die Saison 2019 stellt uns alle vor neue Herausforderungen", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff rund vier Wochen vor dem ersten Grand Prix in Melbourne (17. März):

"Wir beginnen bei null und müssen uns erneut beweisen. Tatsächlich hat durch die Regeländerungen für die neue Saison jedes Team eine Chance auf den Titel, und wir sehen jeden als einen möglichen Konkurrenten an."

Wenig später verließ in Silverstone auch einer der schärfsten Mitbewerber die Garage: Red Bull Racing stellte den RB15 vor, mit dem neuen Motorenpartner Honda soll endlich der Angriff auf Mercedes und Ferrari gelingen. Der Niederländer Max Verstappen ist dabei Red Bulls Speerspitze, der Franzose Pierre Gasly ersetzt den zu Renault abgewanderten Australier Daniel Ricciardo.

Breitere Front und Heckflügel

Die größten Regeländerungen betreffen die Front- und Heckflügel, die jeweils breiter ausfallen und dabei weniger komplex sind. Vor allem der komplizierte Frontflügel sorgte bis zur vergangenen Saison für die starken Luftverwirbelungen hinter den Fahrzeugen, diese führten dazu, dass die Piloten kaum noch dicht auf den Vordermann auffahren konnten, ohne selbst zu viel Anpressdruck zu verlieren. Der Weltverband FIA erhofft sich durch das neue Reglement nun wieder deutlich häufiger enge Duelle auf der Strecke.

"Regeländerungen stellen stets sowohl eine Chance als auch eine Gefahr dar", sagte James Allison, Technischer Direktor der Silberpfeile: "Sie sind eine Chance, weil alle bisherigen Annahmen darüber, was man braucht, um schnell zu sein, über Bord geworfen werden."

Testzeit auf der Strecke ist in der Formel 1 stark beschränkt, die Ausfahrt am Mittwoch war Teil eines offiziellen Filmtages, an dem ein Team 100 km zurücklegen darf. Damit bot sich Mercedes die Möglichkeit, schon vor den offiziellen Tests ab Montag in Barcelona Erkenntnisse aus der Praxis zu gewinnen.

Am Vormittag saß zunächst Bottas am Steuer, später übernahm Hamilton. "Ein neues Auto zu fahren ist wie jemanden kennenzulernen", sagte der Engländer:

"Du möchtest so schnell wie möglich alles darüber erfahren, bevor man sich auf die gemeinsame Reise begibt."

Video - Renault stellt Auto vor: Das ist Hülkenbergs "Mission"

01:16
0
0