Die Konkurrenz fegte über die Rennstrecke in Bahrain, sammelte Kilometer, Daten und Erfahrungen für die neue Formel-1-Saison. Sebastian Vettel saß zeitgleich am Mittagstisch, gönnte sich eine Zwischenmahlzeit, was sollte er auch anderes tun: Der Neustart im Aston Martin läuft für den Ex-Weltmeister äußerst schleppend an.
"Das war kein Tag der guten Nachrichten", sagte Vettel am Samstag, als die "echte" Mittagspause begonnen hatte. Am Vormittag wollte er eigentlich seinen neuen Boliden kennenlernen, aufgrund von Getriebeproblemen reichte es aber gerade mal für zehn ziemlich langsame Proberunden. Und die Uhr tickt, zwei Drittel der Tests sind für Vettel bereits gelaufen.
"Wir haben nicht viel Zeit", sagte er, "hoffentlich läuft es am Sonntag besser, damit wir das wieder aufholen können. Wir müssen jetzt mit dem arbeiten, was wir haben."
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Und das ist bislang nicht allzu viel. Schon am Freitag verlor das Team, das bis zur vergangenen Saison noch Racing Point hieß, wegen Elektronikproblemen Zeit. Immerhin, sagte Vettel, "das Auto fühlt sich vielversprechend an". Es sei ein völlig anderes als der Ferrari, den er bis zur vergangenen Saison fuhr, eine Wertung wollte Vettel ausdrücklich noch nicht vornehmen.

Aston Martin zufrieden mit Vettel

Bei der Scuderia kam er zuletzt offensichtlich nicht mit der Fahrweise des Autos zurecht. Fragen, ob der Aston Martin ihm nun grundsätzlich besser liege, wich Vettel immer wieder aus: "Ich brauche noch Zeit, um mich an die Details zu gewöhnen." Bevor am Wochenende des 28. März ebenfalls in Bahrain die Saison startet, bleibt Vettel dafür nur noch der Sonntag.
In diesem Jahr will Aston Martin die guten Eindrücke der vergangenen Saison bestätigen, erneut um Podestplätze und vereinzelt sogar um Siege fahren. Und der Rennstall ist bislang zufrieden mit Vettels Einstand.
"Er ist gut bei uns angekommen, sein Feedback ist sehr detailliert und präzise", sagte Teamchef Otmar Szafnauer, "es ist offensichtlich, warum er all die Rennen und Titel gewonnen hat."

Mercedes und Hamilton mit großen Problemen

Dass Erfolge nicht vor Problemen im Testbetrieb schützen, zeigt momentan auch Mercedes. Das Werksteam hatte am Freitag wegen eines Getriebewechsels mit Abstand am wenigsten Zeit auf der Strecke verbracht.
Am Samstag kam Rekordweltmeister Lewis Hamilton nun auf gute 58 Runden, Probleme gab es aber noch immer: Der W12 rutschte erneut stark, landete im Kiesbett und musste per Kran geborgen werden.
Zwei Gewinner des Vormittags: Daniel Ricciardo, der nach seinem Wechsel zu McLaren große Erwartungen beim englischen Traditionsteam weckt, als Schnellster. Und knapp dahinter Rückkehrer Fernando Alonso bei seiner ersten Formel-1-Ausfahrt seit mehr als zwei Jahren: Der Spanier überzeugte im Alpine, ehemals Renault, auf Anhieb.
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