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Formel 1 verneigt sich vor Michael Schumacher: "Der Größte aller Zeiten" wird 50

"Der Größte aller Zeiten" wird 50: Formel 1 verneigt sich vor Schumacher
Von SID

02/01/2019 um 12:25Aktualisiert 03/01/2019 um 08:09

Am Donnerstag wird Michael Schumacher 50 Jahre alt. Der schwere Skiunfall vor fünf Jahren hat sein Leben dramatisch verändert, doch das Lebenswerk des Formel-1-Rekordweltmeisters ist unantastbar. Schumacher wird von Ferrari mit einer Show zu seinem Geburtstag geehrt. Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Jean Todt sprechen über die gemeinsame Zeit im Formel-1-Zirkus.

Am Ende aller sportlichen Triumphe steht diese eine Tragödie, dieser vermaledeite 29. Dezember 2013, ohne den sich die Geschichte von Michael Schumacher nicht mehr erzählen lässt.

Doch der folgenschwere Skiunfall des Formel-1-Rekordweltmeisters soll zumindest am 3. Januar, wenn Schumacher 50 Jahre alt wird, noch einmal deutlich zurücktreten hinter die Lebensleistung des Giganten.

"Er wird immer der Größte aller Zeiten bleiben", würdigte Lewis Hamilton das Idol in der "Bild am Sonntag". Der 33-jährige Brite, der Schumachers unglaubliche Rekordmarken von sieben WM-Titeln und 91 Grand-Prix-Erfolgen bis zum Ende seines Mercedes-Vertrages 2020 durchaus erreichen kann, bekannte weiter, den Kerpener seit Kindertagen bewundert zu haben:

"Ganz persönlich erinnere ich mich daran, dass ich bei meinem Rennspiel auf der Konsole immer ihn als Fahrer genommen habe, als ich jung war."
Michael Schumacher und Lewis Hamilton in der Formel 1

Michael Schumacher und Lewis Hamilton in der Formel 1Getty Images

Mit Schumacher erstmals eine Rennstrecke zu teilen, habe sich deswegen "einfach unwirklich angefühlt", sagte Hamilton mit Blick auf Testfahrten für McLaren im Jahr 2006 kurz vor seiner Beförderung zum Formel-1-Stammpiloten:

"Ich habe nicht mal versucht, ihn zu überholen, ich bin einfach nur hinter ihm her gefahren, weil ich direkt davor noch als Michael Schumacher in meinem Computerspiel unterwegs war."

Schumacher wird mit Show geehrt

Keineswegs virtuell, sondern überaus greifbar ist die Show "Michael 50", in der Ferrari ab Donnerstag dem mit Abstand erfolgreichsten Fahrer seiner Geschichte den roten Teppich ausrollt. In den Räumen des Museo Ferrari in Maranello können Fans zurückblicken auf die "denkwürdigen Saisons, die Schumacher allen Ferraristi geschenkt hat", heißt es in der Ankündigung.

Derartige Brückenschläge in die goldene Vergangenheit werden, das ist wohl ein willkommener Nebeneffekt für die Schumacher-Familie, die ewigen Fragen der Öffentlichkeit an Schumachers Geburtstag zumindest eindämmen. Denn der schwierige Weg des Kerpeners wurde in den letzten fünf Jahren immer wieder begleitet von teils wilden Spekulationen über seinen Zustand - allerdings auch von guten Wünschen und emotionalen Erinnerungen.

Todt: "Immer noch schwer zu verstehen"

"Ja, ich vermisse ihn", sagte Sebastian Vettel unlängst dem Schweizer Blick. Der siebenmalige Champion Schumacher, einst Vettels Kindheitsidol, wurde in der Königsklasse für den forschen Newcomer schnell zu einem Freund. Gespräche mit dem erfahrenen Mentor würden ihm "extrem helfen", bekannte Vettel, der selbst mit vier WM-Titeln dekoriert ist.

Michael Schumacher und Sebastian Vettel waren eng befreundet

Michael Schumacher und Sebastian Vettel waren eng befreundetImago

Schumacher aber hat dem Hessen etwas voraus: Von 2000 bis 2004 dominierte er mit Ferrari nach Belieben, für den bislang ungekrönten Scuderia-Piloten Vettel ist er deswegen die ewige Referenz in der Öffentlichkeit.

Sogar länger als 20 Jahre besteht die persönliche Verbindung zwischen Schumacher und Jean Todt. Zur "Sport Bild" sagt der langjährige Ferrari-Teamchef:

"Dass das Schicksal Michael so unglücklich mit dem Kopf gegen einen Stein hat fallen lassen, ist für mich immer noch schwer zu verstehen."

Daran dürfte sich auch nach Schumachers 50. Geburtstag nichts ändern.

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