Von Tobias Ruf
Der Mercedes-GP-Pilot würde Felipe Massa beerben, der derzeit alles andere als glücklich agiert und mehr durch seine Privatfehde mit Lewis Hamilton auf sich aufmerksam macht, als sportlich für positive Schlagzeile zu sorgen.
Bei der Premiere auf dem Buddh International Circuit vor den Toren Neu Delhis war der Brasilianer bereits zum fünften Mal in dieser Saison mit dem McLaren-Pilot aneinandergeraten und kassierte für die Karambolage in der 24. Runde eine Durchfahrtsstrafe. "Ich bin mir keiner Schuld bewusst. Soll ich ihn einfach kampflos vorbeilassen?", gab sich Massa nach dem Rennen uneinsichtig.
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Zudem brach am Auto des 30–Jährigen knapp zehn Runden später die linke Vorderradaufhängung, da er zu hart über einen Randstein fuhr. Der gleiche Fehler unterlief Massa tags zuvor im Qualifying.
Massa schwächelt, Gerüchte keimen auf
Der Brasilianer liegt mit 98 Punkten auf dem sechsten Rang der Fahrerwertung und hat mit 129 Zählern einen satten Rückstand auf seinen Teamkollegen Alonso.
Kein Wunder also, dass die Kritik am Vizeweltmeister von 2008 lauter wird und neue Namen rund um den italienischen Rennstall gehandelt werden.
In den Fokus der Gerüchte rückt Rosberg. Der 26-Jährige macht in seiner zweiten Saison bei Mercedes GP keine Fortschritte und äußerte sich in der Öffentlichkeit unzufrieden über die derzeitige Situation im Team. „Im Moment sind wir nicht gut genug. Das wissen auch alle bei Mercedes", sagte Rosberg angesichts der Unterlegenheit seines Rennstalls gegenüber Red Bull, McLaren und Ferrari.
Rosberg hat 74 Punkte auf seinem Konto, im Vorjahr brachte er es auf 142 Zähler. Die sportliche Entwicklung des WM-Siebten von 2010 ist in diesem Jahr merklich ins Stocken geraten.
Rosberg bei Mercedes unzufrieden
Dies hat Rosberg erkannt und macht aus seiner Unzufriedenheit keinen Hehl. Nach dem aus seiner Sicht enttäuschenden sechsten Platz in Indien sparte Rosberg nicht mit Kritik. „Meine Strategie war nicht ganz perfekt, und ich verlor wichtige Zeit beim zweiten Boxenstopp, so kam Michael vorbei“, begründete der Wiesbadener seine bittere Niederlage gegen Stallgefährte Schumacher, der vier Starplätze hinter Rosberg ins Rennen gestartet war.
Mit der Strahlkraft des Kerpeners scheint Rosberg ohnehin Schwierigkeiten zu haben. Dies ist auch nicht verwunderlich. Der 26-Jährige steht als Sohn des früheren Weltmeisters Keke Rosberg seit Beginn seiner Rennsport-Karriere unter besonderer Beobachtung. Wo er früher mit seinem Vater verglichen wurde, muss er sich jetzt mit dem charismatischen Rekordweltmeister messen lassen.
Verhältnis Schumacher-Rosberg angeknackst
Schumacher ist in der öffentlichen Wahrnehmung der Spitzenfahrer, und das obwohl Rosberg 2010 und auch in diesem Jahr vor dem Kerpener in der Fahrerwertung liegt.
Die beiden haben sich ohnehin nicht viel zu sagen, wie Rosberg in einem Interview mit der "Sport Bild" zugab. "Wir reden nie über private Dinge, da steht eine Mauer zwischen uns. Keiner erzählt dem Anderen Details aus seinem Leben. Das muss auch nicht sein", so Rosberg über das Verhältnis zu seinem 16 Jahre älteren Teamkollegen.
Es erscheint also nicht unrealistisch, dass in der kommenden Saison erstmals seit 2006 wieder ein Deutscher in einem Ferrari über die Rennstrecken dieser Welt fahren wird.
Wie Rosberg allerdings mit der Rolle als Nachfolger der Ferrari-Legende Schumacher zurechtkommen würde, steht ebenso in den Sternen wie ein möglicher Wechsel.
TV-Tipp:
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