Die Top Ten verpasste er zum Abschied, Nico Hülkenberg wurde in seinem vorerst letzten Formel-1-Rennen Zwölfter. Von seinem Team Renault wurde er nach drei gemeinsamen Jahren aber natürlich gebührend verabschiedet.

In einem Video, das Renault in den sozialen Netzwerken veröffentlichte, ist zu sehen, wie das gesamte Renault-Team Spalier steht und Hülkenberg applaudiert.

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Hülkenberg will große Emotionen vermeiden

Der Pilot selbst wollte an seinem letzten Rennwochenende keine großen Emotionen zulassen, was nicht immer gelang. "Das ist schon eine besondere Situation, das kann man nicht abstreiten. Wenn man dann über das gesamte Wochenende dauernd danach gefragt wird, dann baut sich das schon auf", erklärte der 32-Jährige bei "RTL".

Hülkenberg, der seit 2010 in der Formel 1 fuhr, sei "froh, dass ich ins Auto steigen konnte, weil da hat man wirklich keinen, der einem im Gesicht steht und nachfragt. Da ist dann Ruhe und Frieden."

Besonderer Gruß an den Renningenieur

Einen besonderen Abschiedsgruß hatte Hülkenberg für Renault-Renningenieur Mark Slade übrig. Nach dem Rennen sagte dieser über Funk: "Nur ganz kurz, Nico. Vielen Dank, es waren großartige drei Jahre."

Der Emmericher antwortete trocken und scherzte: "Danke, Sladey. Ich wünschte, ich könnte dasselbe sagen, Kumpel..."

Vettel: "Er wird fehlen"

Auch Sebastian Vettel verabschiedete sich von Hülkenberg. "Er wird auf jeden Fall fehlen", sagte der Heppenheimer. "Ich bin mit ihm Rennen gefahren, seit ich mich erinnern kann. Schon als Kind und Jugendlicher. Wir haben uns immer duelliert."

Gleichzeitig übte Vettel Kritik am Weltverband FIA: "Ich glaube er hat die Klasse, um hier zu fahren, aber leider ist die Klasse nicht immer entscheidend, sondern auch die Kasse. Ich hoffe, dass sich in der Hinsicht der Sport wieder ändert und gesünder wird. Das Verhältnis passt im Moment nicht."

Hülkenbergs Vertrag bei Renault wurde nicht verlängert, auch bei einem anderen Team kam er nicht unter. Dennoch möchte der Rennfahrer sich nicht endgültig aus der Formel 1 verabschieden. Ein Comeback ist sein Ziel. Seine Pläne für die nahe Zukunft? "Ein paar Tage zu Hause die Füße hochlegen und verdauen und verarbeiten. Die Woche drauf geht die Abschiedstour dann weiter in der Fabrik in Enstone, in Viry bei den Franzosen. Danach wird es ruhig, ich lass es auf mich zukommen."

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(Eurosport mit motorsport-total.com)

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