Max Verstappen hat mit einer beeindruckenden Bestzeit im dritten Freien Training zum Grand Prix von Bahrain (Formel 1 2021 live im Ticker!) ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Der Red-Bull-Pilot wurde auf seiner schnellsten Runde in 1:30.577 Minuten gestoppt und hängte seinen mutmaßlich schärfsten Rivalen, Mercedes-Superstar Lewis Hamilton, um 0,739 Sekunden ab.
Und das nicht etwa aufgrund eines Fehlers von Hamilton. Der Red Bull liege "richtig gut", analysierte "Sky"-Experte Jenson Button, "ist das beste Auto über die Randsteine, hat gute Traktion und nur manchmal ein bisschen Übersteuern. So kann er früh aufs Gas gehen und die Power des Honda-Motors ausspielen."
Mercedes habe "schon noch was in petto. Ich bin sicher, dass sie zulegen werden", sagt Button. "Aber bei Max sieht jede Runde so kontrolliert aus, und das ist bei so windigen Verhältnissen gar nicht einfach." Zumal auch Sergio Pérez halbwegs konkurrenzfähig ist: P5, 1,331 Sekunden hinter dem Teamkollegen, aber nur 0,053 Sekunden hinter Valtteri Bottas (4./Mercedes).
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Die große Überraschung war - auch das hatte sich bereits abgezeichnet - AlphaTauri. Pierre Gasly als Speerspitze hatte zwar eine Sekunde Rückstand auf Verstappen, schlug aber beide Nummer-2-Fahrer von Mercedes und Red Bull und belegte den dritten Platz. Yuki Tsunoda konnte da nicht ganz mithalten. Der Japaner wurde mit 2,132 Sekunden Rückstand 13.
Bei Ferrari ist Carlos Sainz bisher schneller unterwegs als Charles Leclerc. Das war auch im Abschlusstraining so. Der Spanier belegte mit 1,531 Sekunden Rückstand den sechsten Platz und lag damit 0,374 Sekunden vor seinem Teamkollegen (11.). Der meckerte seinerseits nach einem Dreher in Kurve 2: "Ich habe unglaublich wenig Grip. Das Auto ist extrem schwierig zu fahren."

Vettel mit Problemen - Schumacher vor Mazepin

Die Session begann um 15:00 Uhr Ortszeit in der Sakhir-Wüste bei brütend heißen 39 Grad Celsius, was dazu führte, dass in den ersten Minuten kaum Fahrbetrieb herrschte. Hintergrund: Das Qualifying am Abend findet unter Flutlicht statt, und da werden spürbar niedrigere Temperaturen erwartet. Insofern gab's für Fahrer und Teams recht wenig zu lernen.
Entsprechend vorsichtig sollte man bei der Einordnung der Rundenzeiten sein. Sebastian Vettel zum Beispiel hatte nach 40 Minuten noch keine zehn Runden absolviert. "Wir können nur ein paar Teile testen", sagt Teamchef Otmar Szafnauer. "Nicht unbedingt für dieses Wochenende, sondern für später in der Saison, wenn wir solche Temperaturen womöglich wieder einmal erleben."
Für Vettel lief das Training nicht nach Wunsch. Auch wenn die Rundenzeiten nicht im Vordergrund standen: Platz 14 (am Ende 15 Runden) macht ihn nicht zu einem Favoriten auf einen Top-6-Startplatz. Und zwischendurch flog auch noch ein Teil von seinem Frontflügel weg, das ihn anschließend am Helm traf. Zum Glück blieb die Situation ohne nennenswerte Folgen.
Mick Schumacher landete auf dem 18. Platz, erfüllte aber mit 0,200 Sekunden Vorsprung auf Teamkollege Nikita Mazepin wieder sein Soll. Insgesamt steht er freilich auf verlorenem Posten: "Der Haas sieht generell ziemlich schwer zu fahren aus. Liegt sehr unruhig. Kein einfaches Auto", analysiert "ServusTV"-Experte Nico Hülkenberg.
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(Motorsport-Total.com)

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