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Formel-1-Grand-Prix in Brasilien: Vettel mit Bestzeit im Abschlusstraining

Streckenrekord: Vettel mit Kampfansage im Abschlusstraining

10/11/2018 um 16:30Aktualisiert 10/11/2018 um 16:39

Sebastian Vettel hat im dritten Freien Training zum Grand Prix von Brasilien in 1:07.948 Minuten die Bestzeit und einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Der Deutsche verwies die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas um 0,217 beziehungsweise 0,517 Sekunden auf die Plätze zwei und drei. Red Bull belegte die Positionen fünf und sechs. Nico Hülkenberg wurde Elfter.

Mercedes war im Gegensatz zum Freitag heute wieder ohne die heiß diskutierten Kühlungslöcher in den Felgen-Distanzscheiben unterwegs.

Aus Angst vor einem Ferrari-Protest noch vor der endgültigen Entscheidung in der Konstrukteurs-WM verzichtet Mercedes auch in Qualifying und Rennen im Autodromo Jose Carlos Pace in Interlagos auf die Löcher, berichtet 'auto motor und sport'. Hamilton verliert im ersten und dritten Sektor, wo Power gefragt ist, jeweils fast zwei Zehntelsekunden auf Vettel. Im kurvenreichen Mittelsektor hingegen ist er um zwei Zehntelsekunden schneller. Hinzu kommt, dass seine schnellste Runde eigenen Angaben nach nicht ideal war - insbesondere was die Vorbereitung der Reifen in der Aufwärmrunde betrifft.

Vettel schon zum Pole-Favoriten zu machen, wäre daher verfrüht. Zumal der WM-Zweite 2018 schon zehnmal Bestzeit im Abschlusstraining erzielt hat, in den letzten zwölf Qualifyings aber nur einmal auf Pole fuhr.

Technisches Problem bei Hamilton

Das technische Problem, das bei Hamilton zu Beginn des Vormittagstrainings auftrat, ist inzwischen behoben. Nach seiner Installation-Lap hatten die Mechaniker eine menschliche Sichtschutzmauer gebildet, als am Auto gearbeitet wurde. Später hieß es von Mercedes-Seite: Ein Entlüftungsrohr war locker und musste wieder fixiert werden.

Red Bull scheint indes nur dritte Kraft zu sein. Max Verstappen belegte den fünften Platz, 0,785 Sekunden hinter Vettel und 0,243 Sekunden hinter Kimi Räikkönen im Ferrari auf P4. Erst schimpfte der Niederländer: "Das Auto lenkt von Eingang bis Kurvenmitte nicht ordentlich ein", und zwar "überall, auch in schnellen Kurven". Später dann beschwerte er sich über "superkalte Reifen" und "immer noch viel Untersteuern".

Toro Rosso wieder mit neuem Honda-Motor

Hinter Daniel Ricciardo (Red Bull/+0,840) sicherten sich erneut die beiden Haas-Fahrer die Positionen sieben und acht; diesmal 0,358 Sekunden hinter P6, aber 0,145 Sekunden vor Pierre Gasly (9./Toro Rosso). Letzterer hatte heute den Spec-3-Motor von Honda zur Verfügung, genau wie Teamkollege Brendon Hartley (16./+2,037). Gestern steckte im Toro-Rosso-Heck noch Hondas Spec 2.

Charles Leclerc (Sauber) und Nico Hülkenberg (Renault) belegten die Positionen zehn und elf. Hülkenberg verlor 1,513 Sekunden auf die Bestzeit, war aber um 0,403 Sekunden schneller als Carlos Sainz (14.) im zweiten Renault - nach dem Trainingsunfall am Freitag ein zumindest solider Start in den Qualifying-Tag.

Enttäuschend weiter die McLaren-Performance: Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne wurden 18. und 20. Dazwischen im McLaren-Sandwich: Sergio Perez (Force India/+2,168).

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