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Formel 1: Showdown um Team-WM zwischen Mercedes und Ferrari

Showdown um die Team-WM: Mercedes schnell, Vettel kämpft
Von SID

09/11/2018 um 20:57Aktualisiert 09/11/2018 um 22:36

Der Kampf um die Team-Weltmeisterschaft wird für Sebastian Vettel und Ferrari zur Mammutaufgabe - und könnte schon am Sonntag in Sao Paulo in der nächsten Pleite enden. Zum Auftakt des Großen Preises von Brasilien gab Mercedes am Freitag den Ton an, Valtteri Bottas drehte die schnellste Runde vor Weltmeister Lewis Hamilton. Vettel landete mit nur 73 Tausendstel Rückstand auf Bottas auf Platz drei.

Doch Ferrari braucht beim vorletzten Saisonrennen einen Erfolg, am besten einen Doppelsieg, um das Jahr noch als bester Konstrukteur beenden zu können. 55 Punkte beträgt der Mercedes-Vorsprung vor den Rennen am Sonntag (18.10 Uhr MEZ) und dem Finale in Abu Dhabi (25. November).

"Wir müssen noch ein bisschen was finden", sagte Vettel:

" Das Auto war okay, aber noch nicht gut. Am Sonntag soll es heißer werden, die Reifen werden dann gefordert. Wir werden sehen, wie sich das auswirkt."

Ferrari braucht Doppelsieg

Die zuletzt so schwachen Silberpfeile - Hamilton schleppte sich als Vierter in Mexiko zum vorzeitigen WM-Sieg - präsentierten sich zum Auftakt in Interlagos gut erholt. Bei grauem Himmel, Temperaturen unter 20 Grad und recht starkem Wind konnte Ferrari das Tempo zumindest bei der Qualifying-Simulation auf einer schnellen Runde nicht ganz mitgehen. "Es ist sehr eng an der Spitze", sagte Hamilton:

" Aber ich glaube, wir haben noch mehr Potenzial in unserem Auto. Wir müssen es nur herausquetschen."

Allerdings überzeugte Vettel bei den Longruns, für das Rennen scheint Ferrari schon jetzt recht gut aufgestellt. Sorgen könnten zwei Erkenntnisse bereiten: Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen hatte noch zu kämpfen und wurde nur Sechster, auch der Finne muss am Sonntag aber abliefern. Gelänge Ferrari ein Doppelsieg, dann würde die Entscheidung auf jeden Fall erst in Abu Dhabi fallen.

Rückversetzung für Ricciardo

Zudem war Red Bull zumindest am Freitag noch nicht in der Lage, in die Spitze zu fahren. Max Verstappen und Daniel Ricciardo landeten auf den Plätzen vier und fünf - zudem wird Ricciardo wegen eines Turbolader-Wechsels am Sonntag um fünf Startplätze zurückversetzt.

Bei idealem Rennverlauf aus Sicht von Ferrari müsste sich mindestens einer der Bullen zwischen Rot und Silber schieben. Nach den vergangenen beiden Rennen in den USA und Mexiko schien ein solches Szenario durchaus realistisch, denn Mercedes kämpfte dort mal wieder mit Reifenproblemen und konnte Ferrari und Red Bull kaum folgen.

Nun wirkten die Weltmeister zunächst wieder stabiler. Wird es am Sonntag allerdings tatsächlich hochsommerlich warm, dann könnte das die Karten völlig neu mischen und Ferrari begünstigen. Nico Hülkenberg warf indes beinahe die gesamte zweite Session weg, nach einem Fahrfehler landete er mit seinem Renault in der Bande und musste das Training beenden.

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