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Bottas rast zur Pole in China, Vettel wird nur Dritter

Bottas rast zur Pole in China, Vettel wird nur Dritter
Von SID

13/04/2019 um 10:25Aktualisiert 13/04/2019 um 11:14

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas (Finnland) steht beim 1000. Formel-1-Rennen der Geschichte auf der Pole Position. Der WM-Spitzenreiter drehte im Qualifying zum Großen Preis von China am Samstag die schnellste Runde und verwies Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) im anderen Silberpfeil auf den zweiten Startplatz. Sebastian Vettel im Ferrari startet als Dritter.

"Der Rückstand ist etwas groß. Ein bisschen mehr wäre drin gewesen, aber wohl nicht genug für die beiden da vorne", sagte Vettel mit Blick auf das Mercedes-Duo, das die ersten beiden Saisonsiege untereinander ausgemacht hatte. WM-Spitzenreiter Bottas nahm bei seiner siebten Formel-1-Pole dem Heppenheimer 0,301 Sekunden ab, Hamilton war 0,278 Sekunden schneller.

Vettel vertraut allerdings für das Rennen auf die große Stärke seines SF90:

"Die Mercedes sind sehr gut in den Kurven, wir sind auf den Geraden besser. Wenn ich da an sie rankomme, ist was möglich."

Im Nacken hat Vettel beim Start den 21 Jahre alten Senkrechtstarter Leclerc, den er um 17 Tausendstelsekunden schlug und damit im Qualifying-Duell mit 2:1 wieder die Führung übernahm.

Ein knapper, aber überaus wichtiger Erfolg, nachdem besonders italienische Medien Vettel bereits angezählt hatten und auch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto seinem langjährigen Top-Fahrer den Nummer-eins-Status nur noch auf Bewährung zugestehen wollte.

Der langjährige Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone legte Vettel gar den Rücktritt nahe. Der Deutsche, der seit zehn Rennen sieglos ist, konterte: "Ich fühle mich auf der Höhe meines Könnens. Ich liebe das Rennfahren Mann gegen Mann. Es ist keine Option, morgen die Formel 1 zu verlassen. Ich habe einen Vertrag bis 2020." Mit Blick auf die Zeit danach erklärte er:

"Letztlich muss man schauen, wie sich die Dinge entwickeln."

Australien-Sieger Bottas ("Morgen erst ist der große Tag"), in den vergangenen beiden Jahren leistungsmäßig die klare Nummer zwei bei Mercedes, scheint indes auch in China seinen Aufstand gegen Hamiltons Übermacht fortzusetzen.

Hamilton mit Steigerung

Der Finne weiß allerdings um die am Samstag stark angestiegene Formkurve seines Teamkollegen, der nach seiner knapp verfehlten siebten China-Pole attestierte: "Ich hatte am Freitag einige Probleme mit dem Auto, aber wir haben ein paar Sachen gefunden. Jetzt ist es sehr eng zwischen uns. Ich versuche, morgen das letzte Quäntchen herauszuholen." Ebenfalls gute Aussichten hat der Emmericher Nico Hülkenberg (Renault) von Startplatz acht.

Vettel dagegen steht nach zwei schwachen Auftritten zum Saisonstart unter Druck. In der WM belegt der Heppenheimer mit 22 Punkten lediglich den fünften Platz, Leclerc ist ihm vier Zähler voraus. Vor dem Ferrari-Duo liegen Bottas (44), Hamilton (43) und Red-Bull-Pilot Max Verstappen (Niederlande), der am Samstag nach einem kleinen Scharmützel mit Vettel zu spät für einen letzten Versuch über Start-Ziel fuhr und nur von Rang fünf startet.

Das Qualifying gänzlich verpasste Alexander Albon nach einem schweren Crash kurz vor Ende des dritten freien Trainings wegen kapitaler Schäden an seinem Toro Rosso. Der 23 Jahre alte Formel-1-Neuling aus Thailand wird das Rennen aus der Boxengasse angehen.

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