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"Als wäre er nie weg gewesen": Racing Point schwärmt von Hülkenberg

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Nico Hülkenberg ersetzt in Silverstone Sergio Pérez bei Racing Point

Fotocredit: Getty Images

VonMotorsport-Total.com
02/08/2020 Am 11:42 | Update 02/08/2020 Am 11:42

Racing Point hat Nico Hülkenberg für sein Comeback gelobt. "Es hat richtig gut funktioniert", sagte Andrew Green, technischer Leiter. Und damit meinte er ausdrücklich, wie sich Formel-1-Rückkehrer Hülkenberg beim vierten Grand Prix des Jahres ins Team eingefügt hat. "Es war, als wäre er nie weg gewesen", meint Green. Genau deshalb habe man Hülkenberg als Ersatzmann von Sergio Pérez geholt.

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Besonders imponiert habe ihm, dass Hülkenberg sofort wieder voll da gewesen wäre. "Er hat ein gutes Gedächtnis. Viele Abläufe, die er vor Jahren bei uns gewohnt war, haben sich praktisch nicht verändert. Sie haben sich vielleicht ein bisschen weiterentwickelt, aber das Grundprinzip ist jeweils ähnlich geblieben. Deshalb konnte er nahtlos daran anknüpfen."

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"Aufgrund der Kurzfristigkeit brauchst du jemanden, der in kurzer Zeit das Maximum herausholen kann", sagte Green, obwohl Hülkenberg im Qualifying die Top 10 verfehlt hat.

"Bei Nico", so meint er, "konnte man aufgrund der Kürze der Zeit nicht viel mehr erwarten. Er hat großartige Arbeit geleistet. Von Lance [Stroll] aber hatten wir uns definitiv etwas mehr versprochen."

Silverstone: Racing Point langsamer als erwartet

Immerhin: Stroll schaffte den Einzug in das dritte Qualifyingsegment und nimmt in der Startaufstellung am Sonntag die sechste Position ein. Hülkenberg geht von P13 in seinen Comeback-Grand-Prix.

Warum Racing Point generell langsamer war als erwartet, darüber rätselt Green noch immer. "Wir haben Pace verloren und suchen nach den Gründen dafür, in mehreren Bereichen", so sagte er.

"Beide Fahrer hatten geglaubt, mehr aus dem Auto herausholen zu können, aber mehr ging einfach nicht. Die Temperaturen spielen da wahrscheinlich eine große Rolle. Das müssen wir in den Griff kriegen. Denn wir haben sicherlich unter unserem Limit geboxt."

Racing Point wirbt um Verständnis für Hülkenberg

Im Fall von Hülkenberg wirbt Green aber um Verständnis: "Sein größter Nachteil ist, dass er neun Monate lang kein solches Auto bewegt hat. Da ist er sicher etwas eingerostet." Hülkenberg brauche wohl die komplette Distanz in Silverstone, um wieder völlig heimisch zu werden in der Formel 1.

Dann werden aber auch Nebenwirkungen auftreten, glaubt der Technikchef von Racing Point: "Wenn er ein gutes Rennen hat und die etwa 50 Runden absolviert, wird er am Ende sicher geschafft sein und es am Montag spüren, aber er wird dann auch viel besser Bescheid wissen."

Genau aus diesem Grund habe man im Training versucht, Hülkenberg zu schonen und ihm nur die nötigsten Aufgaben aufs Auge zu drücken. "Am Donnerstag haben wir unsere Pläne für das Wochenende komplett über den Haufen geworfen", erklärte Green dazu.

"Wir haben uns entschlossen, Nicos Arbeitspensum zu reduzieren. Es ging für ihn nicht vorrangig darum, Tests oder größere Set-up-Änderungen zu erproben, sondern er konnte sich auf die Grundlagen konzentrieren, und auf den Rennsonntag." Diese Strategie soll sich im Großbritannien-Grand-Prix bezahlt machen.

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