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Silverstone-Fan Vettel: Rote Realität, rosa Zukunft?

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Sebastian Vettel

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
30/07/2020 Am 13:16 | Update 30/07/2020 Am 13:39

In Silverstone liegt womöglich nicht nur an den nächsten beiden Wochenenden die sportliche Zukunft von Sebastian Vettel. Der Heppenheimer und Racing Point, das ab dem kommenden Jahr den Namen Aston Martin trägt, scheinen sich immer weiter anzunähern. Während der Rennstall quasi mit offenen Karten spielt, gibt sich der viermalige Weltmeister weiterhin bedeckt.

Für Sebastian Vettel ist Silverstone immer eine Reise wert. "Ich freue mich wirklich, denn die Strecke ist fantastisch", schwärmt der Heppenheimer vor dem vierten Saisonrennen auf dem britischen Traditionskurs. Durchaus möglich, dass es Vettel bald regelmäßig in die Grafschaft Northamptonshire verschlägt.

Die offene Zukunft des Ex-Weltmeisters ist jedenfalls weiter ein heißes Thema in der Formel 1, und vielleicht liegt die Antwort beim Silverstone-Doppelpack am 2. und 9. August (jeweils 15:10 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de) ja ganz nah. Racing Point, das 2021 den wesentlich glamouröseren Namen Aston Martin tragen wird, ist mit seiner Fabrik in Silverstone beheimatet. Und das Überraschungsteam der noch jungen Saison hat seine Mauertaktik längst aufgegeben.

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Vettel und Racing Point nähern sich an

"Wie könnte man nicht interessiert sein an einem viermaligen Champion", sagte Teamchef Otmar Szafnauer kürzlich. Sergio Perez soll schon nach einem anderen Cockpit Ausschau halten. In einem Interview verriet der Mexikaner, dass er im Falle der Vettel-Verpflichtung fest mit seiner Entlassung rechne - obwohl er als Top-Fahrer gilt und jährlich rund 15 Millionen Euro an Sponsorengeldern mitbringt. Bis Freitag (31. Juli) kann Racing Point Perez dank einer Klausel zudem angeblich einseitig kündigen.

Sergio Pérez (rechts) heizte die Gerüchte um Sebastian Vettel und Racing Point weiter an

Fotocredit: Imago

Der 53-malige Grand-Prix-Sieger Vettel würde der britischen Sportwagenschmiede Aston Martin zum Start ihres Namenssponsorings jede Menge Aufmerksamkeit garantieren, und der zweite RP-Pilot Lance Stroll ist als Sohn des milliardenschweren Team-Mitbesitzers Lawrence Stroll quasi unkündbar.

Vettel selbst, bei Ferrari im definitiv letzten Vertragsjahr angelangt und mit dem SF1000 sportlich im Formel-1-Mittelfeld gefangen, hat die starke Form des Underdogs längst registriert. Die Gespräche sollen weit fortgeschritten sein, einzelne Medien verkündeten gar eine grundsätzliche Einigung.

Vettel: "Wenn ich bleibe, will ich gewinnen"

Vettel allerdings sprach zuletzt noch davon, wie "aufregend" es gerade sei, "es ergeben sich immer neue Möglichkeiten. Was es dann am Ende wird, weiß ich wirklich noch nicht." Die Zielsetzung des viermaligen Weltmeisters ist allerdings klar. "Wenn ich bleibe, will ich gewinnen", sagte der 33-Jährige: "Und wir wissen alle, in welchem Auto man im Moment dafür sitzen muss." Da der auch 2020 dominierende Mercedes allerdings "vermutlich keine Option" sei, müsse er versuchen, "etwas Ähnliches zu finden".

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Der Racing Point wird nicht von ungefähr in dieser Saison als pinker Mercedes betitelt. Der RP20 ist eine sehr gelungene Kopie des Weltmeisterautos der Vorsaison - wenn nicht gar ein illegal nach Anleitungen nachgebauter Bolide. Dies wird nach einem Protest des Konkurrenten Renault gerade vom Weltverband FIA untersucht. Das Urteil könnte Einfluss darauf haben, wie sich Vettel entscheidet.

Ansonsten gibt es im Herzen Englands ja noch weitere Optionen. Auch die Gerüchte um eine Rückkehr zu Red Bull verstummen nicht gänzlich. Das Team, mit dem Vettel zwischen 2010 und 2013 seine vier WM-Titel einfuhr, residiert im 25 Autominuten von Silverstone entfernten Milton Keynes.

(SID)

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