Es war eine ungewöhnliche Session in Silverstone. Erstens wegen des Timings: Das erste Freie Training begann wegen des nach hinten verschobenen Zeitplans erst um 14:30 Uhr Ortszeit. Zweitens wegen des neuen Wochenendformats: Die erste Stunde auf der Strecke war nämlich gleichzeitig das Abschlusstraining. Um 18:00 Uhr Ortszeit (19:00 Uhr in Deutschland) beginnt bereits das Qualifying.
Für Verstappen hatte das Freitagstraining mit einer kleinen Schrecksekunde begonnen. Zwar lag er zu dem Zeitpunkt bereits komfortabel in Führung, doch als ausgangs Kurve 17 plötzlich Vortrieb fehlte, wurde er am Boxenfunk doch kurz nervös. Trainingszeit zu verlieren, das möchte sich an diesem Wochenende keiner leisten.
Doch Verstappen wurde von seinem Renningenieur instruiert, ein paar Einstellungen zu ändern, und danach lief sein RB16B wieder ohne Probleme. Die Red Bulls zückten als erstes Team der Session die weichen Reifen, und obwohl da noch weniger Gummi lag, war Verstappen letztendlich überlegen.
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Mercedes nutzte den Trainingsauftakt, um das angeblich letzte größere Update für diese Saison zu testen. Dem W12 wurden für das Heimrennen unter anderem neue Bargeboards und neue Windabweiser verpasst, nebst einigen weiteren Detailänderungen im Bereich der Aerodynamik.

Trotz Update: Kein Herankommen an Verstappen

Doch an Verstappen war trotz der Updates kein Herankommen. Am Ende fehlten Hamilton auf dem Soft 0,780 und Valtteri Bottas (5.) 0,862 Sekunden. "Sieben Zehntel! Wo kommt das her?", wunderte sich der Lokalmatador am Boxenfunk. Immerhin: Beide Mercedes-Fahrer waren schneller als Verstappens Teamkollege Sergio Perez (8.), dem 1,128 Sekunden auf die Bestzeit fehlten.
"Best of the Rest" war Ferrari: Silverstone-Spezialist Charles Leclerc eroberte mit 0,793 Sekunden Rückstand P4, Carlos Sainz wurde mit 0,888 Sekunden Rückstand Sechster. Der 360-Grad-Dreher des Spaniers blieb ohne Folgen, brachte ihm aber Szenenapplaus vom britischen Publikum ein, das schon am Freitag zahlreich an der Strecke erschienen ist.
Für Sebastian Vettel (Aston Martin) begann das Rennwochenende ermutigend. Der Deutsche sicherte sich mit 1,027 Sekunden Rückstand den siebten Platz. Sein Teamkollege Lance Stroll war um eineinhalb Sekunden langsamer und wurde 18. Perez, Daniel Ricciardo (McLaren) und Esteban Ocon (Alpine) rundeten die Top 10 ab.
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