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Leclerc holt Pole - Vettel wütet nach Bummel-Chaos kurz vor Schluss

Leclerc holt Pole - Vettel wütet nach Bummel-Chaos kurz vor Schluss
Von Eurosport

07/09/2019 um 18:01

Charles Leclerc hat sich im Qualifying zum Großen Preis von Italien in Monza die vierte Pole Position seiner Formel-1-Karriere gesichert. Der Ferrari-Pilot setzte sich vor Weltmeister Lewis Hamilton und dessen Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas durch. Sebastian Vettel landete nur auf Platz vier. Leclerc hat damit die besten Voraussetzungen für den ersten Ferrari-Heimsieg in Monza seit 2010.

Allerdings wurde der finale Versuch in Q3 zur Farce. Beim Einrollen für die letzte schnelle Runde des Qualifyings fuhren die Piloten ungewöhnlich langsam, da niemand die entscheidende Runde auf der Highspeedstrecke ohne Windschatten angehen wollte.

Die Uhr tickte jedoch längst herunter, sodass gleich sieben Fahrer den Zielstrich vor Ablauf der Zeit verpassten und es letztlich nur Leclerc und Carlos Sainz (McLaren) noch rechtzeitig über die Linie schafften - die Entscheidung war gefallen. Der Monegasse hatte beim ersten Versuch schon die beste Zeit geholt, nun konnte keiner seiner Konkurrenten mehr zurückschlagen. Vettel war vor allem deshalb bedient, weil er auf seiner zweiten schnellen Runde den Windschatten seines Teamkollegen hätte bekommen sollen.

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Vettel bedient: "Absprache war intern ein bisschen anders"

"Meine erste Runde war super, aber ich hatte keinen Windschatten, und da fehlen dann eben vier bis fünf Zehntelsekunden", sagte er bei "RTL":

"Das Positionsspiel am Ende sieht dann natürlich schwachsinnig aus, aber ohne Windschatten die Quali-Runde in Monza zu starten, macht eben keinen Sinn. Ich hatte in dieser Phase niemanden vor mir, die Absprache war intern ein bisschen anders."

Leclerc sprach von "einem einzigen Chaos", er konnte jedoch glücklich sein:

"Es ist unglaublich. Ich freue ich mich über die Pole."

Über die Startaufstellung entschieden damit die ersten gefahrenen Zeiten des letzten Qualifying-Abschnitts - zu Ungunsten Vettels. "Wir müssen froh sein, dass wir in der ersten Startreihe sind. Wir haben einen Keil zwischen die Ferraris getrieben", sagte Hamilton.

Renault schaffte mit Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg Rang fünf und sechs, Sainz wurde Siebter. Für Alexander Albon (Red Bull) reichte es vor Lance Stroll nur zu Rang acht.

Kimi Räikkönen (Alfa Romeo) konnte in Q3 keine Zeit setzen, da er in der Parabolica das Auto verlor und rückwärts in die Streckenbegrenzung einschlug.

Einen Kurzauftritt hatte der WM-Dritte Max Verstappen. Der Niederländer, der wegen einer Startplatzstrafe ohnehin ans Ende des Feldes versetzt wird, blieb ohne Zeit in Q1. Der Red-Bull-Pilot fuhr mit Motorproblemen keine gewertete Runde.

(SID mit Motorsport-Total.com)

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