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GP von Japan

Kein "Jetzt oder nie": Vettel will Rennen genießen

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Sebastian Vettel (Ferrari) - GP of Singapore 2018

Fotocredit: Getty Images

VonMotorsport-Total.com
04/10/2018 Am 09:12 | Update 04/10/2018 Am 09:15

Sebastian Vettel steht in Suzuka schon fast mit dem Rücken zur Wand. Seit dem vergangenen Wochenende hat der Ferrari-Pilot 50 Punkte Rückstand auf WM-Rivale Lewis Hamilton und nur noch fünf Rennen Zeit, um das umzubiegen. Ein Sieg in Japan ist daher eigentlich Pflicht, will er seine Chancen noch aufrecht halten, doch mit diesem Gefühl will er gar nicht in das Wochenende gehen.

"Ich mag den Ansatz 'Jetzt oder nie' nicht", sagt er am Donnerstag. "Ich liebe die Strecke, sie ist meine Lieblingsstrecke. Also habe ich lieber Spaß anstatt Dinge zu zählen, die gegen mich sprechen. Ich fokussiere mich lieber auf das, was für mich spricht", betont er. Das ist aber nicht wirklich viel, wenn man die vergangenen Rennen betrachtet.

Lewis Hamilton holte fünf Siege in den vergangenen sechs Rennen und konnte Vettel auch auf vermeintlichen Mercedes-Schwächestrecken wie Ungarn oder Singapur bezwingen. In Sotschi am vergangenen Sonntag war der Silberpfeil sogar so überlegen, dass Ferrari keine Chance hatte - wäre da nicht der Taktikfehler gewesen, der Hamilton kurz hinter Vettel brachte.

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Kann Ferrari das Blatt innerhalb einer Woche wenden?

In Japan hofft Ferrari natürlich auf Besserung, doch Vettel weiß: "Innerhalb einer Woche kann man nicht so viele Dinge anders machen." Er hofft einfach darauf, dass der Scuderia der Kurs von Suzuka mehr entgegenkommt als Sotschi und dass man ein besseres Wochenende hat. Vor allem im Qualifying möchte man näher dran sein, um dann ein starkes Rennen zu haben und seine Pace zeigen zu können.

Das könnte jedoch in Suzuka zum Problem werden. Im Qualifying hatte Mercedes in Sotschi einen Riesenvorteil, und ob sich das in einer Woche geändert hat, ist nur schwer zu glauben. Und wer das Qualifying in Suzuka verliert, der hat fast schon das Rennen verloren. Denn Überholen ist auf dem engen und kurvenreichen Kurs fast ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man nicht deutlich schneller ist.

Dabei sah es noch vor einigen Rennen so aus, als hätte Ferrari einen Vorteil gegenüber Mercedes. Dann aber fiel die Pace gegenüber den Silberpfeilen ab. Es wird vermutet, dass ein zweiter verbauter Sensor im Motor die Ursache sein könnte, doch als Vettel gefragt wird, ob Ferrari seine technische Richtung verloren habe, reagiert er allergisch darauf: "Wie kannst du das wissen? Sorry, aber das ist nicht wahr", entgegnet er.

Vettel hofft auf Spaßfaktor

Ferrari sei mit dem Auto dort, wo man sein möchte. "Die Schritte, die geplant waren, kamen auch", sagt Vettel. Das Problem ist halt, dass man die Konkurrenz in dieser Hinsicht nicht beeinflussen kann. Es habe zu viele Rennen gegeben, in denen man mit Mercedes nicht mithalten konnte. "So wie sie am vergangenen Wochenende mit uns spielen konnten, hatten sie noch mehr Pace", meint der Heppenheimer. "Bei anderen Rennen hatten wir ebenfalls nicht ihre Pace."

Trotzdem habe man ein starkes Auto, das aber zu keinem Zeitpunkt dominant gewesen sei, wie er unterstreicht. Daher sei er auch nicht überrascht gewesen, wenn Mercedes mal auf einer vermeintlich schwachen Strecke gewinnen konnte. "Wir waren aber meist nah genug dran, um einen guten Kampf zu haben. Wir hoffen, dass wir hier die gleiche Performance haben", so Vettel vor dem Japan-Grand-Prix.

Gerne würde er dann auch wieder Rad-an-Rad mit Lewis Hamilton kämpfen. Diese Duelle wie mit dem Briten in Sotschi vermisst der Ferrari-Pilot etwas. "Es macht immer Spaß, wenn du auf der Strecke gegen jemanden fährst", sagt er. "Und noch mehr Spaß macht es, wenn du als Sieger daraus hervorgehst. Ich bin sicher, dass er am Wochenende mehr Spaß gehabt hat als ich." Das will Vettel am Sonntag am liebsten umdrehen.

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