Lewis Hamilton, in der WM-Wertung mit acht Punkten Rückstand auf seinen ungeliebten Teamkollegen Rosberg nur Zweiter, ließ sowohl im dritten Training am Samstagmorgen als auch im Qualifying keinen Zweifel an seinen Titelambitionen. Wann immer der dreimalige Weltmeister auf die Strecke fuhr, brannte er eine neue Bestzeit in den Asphalt. "Ich habe jede Runde in diesem fantastischen Auto sehr genossen", sagte der Brite, für den in Sepang 1:32,850 Minuten gestoppt wurden:
Mein Auto ist hier in Malaysia noch nie so gut gelaufen.
Rosberg schien das nervös zu machen: Auf seiner vorletzten schnellen Runde leistete er sich im Mittelsektor der runderneuerten Strecke einen schweren Patzer, den er erst in letzter Sekunde wenigstens mit dem zweiten Startplatz wieder wettmachen konnte.
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"Lewis war heute einfach zu schnell, außerdem habe ich leider in der allerletzten Kurve noch einen Fehler gemacht, der mich einige Zeit gekostet hat", sagte Rosberg:
Aber wir haben ja in diesem Jahr schon oft gesehen, dass auch vom zweiten Platz der Sieg möglich ist.

Rosberg: "Es ist alles drin"

Ferrari konnte sich nicht wie erhofft als erster Mercedes-Jäger positionieren. Sebastian Vettel rutschte in seiner schnellsten Runde ebenso wie Nico Rosberg in der letzten nach außen überhöhten Kurve zu weit nach außen und ließ dadurch wertvolle Zehntel liegen. "Es hat nicht viel gefehlt, und für das Rennen bin ich durchaus optimistisch", sagte der Vorjahresieger dennoch: "Es ist alles drin."
In der vierten Startreihe steht Nico Hülkenberg, der mit seinem Force-India-Mercedes Platz acht belegte. Für Pascal Wehrlein lief es dagegen alles andere als rund. Im Training entfernten die Mechaniker zweimal den Unterboden an seinem Manor-Mercedes, um eine Lösung für den fehlenden Anpressdruck, die sogenannte Downforce, zu finden.
Im Qualifying steckte Wehrlein dann auf seinen beiden schnellen Runden im Verkehr fest - und steht damit am Sonntag als 21. einmal mehr in der letzten Startreihe. Wir hatten einige Probleme heute", sagte der 21-Jährige:
Ich kann nur hoffen, dass es im Rennen weiter nach vorne geht.

Button glänzt vor Jubiläum

Derweil hatte Ex-Weltmeister Jenson Button, der in Malaysia seinen 300. Grand Prix fährt, ein kleines persönliches Erfolgserlebnis. Im zuletzt nicht sonderlich wettbewerbsfähigen McLaren-Honda erreichte der britische Altmeister die Top Ten im Qualifying und sicherte sich Platz neun in der Startaufstellung.
Die Marke von 300 Grand Prix haben vor dem 36-jährigen Button nur Rekord-Weltmeister Michael Schumacher (307) und dessen früherer Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello (323) erreicht. Bei Button werden es in diesem Jahr maximal 305, ehe er 2017 sein Cockpit für den jungen Belgier Stoffel Vandoorne räumt - mit der Option, 2018 zurückzukehren.
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