Tatsache ist: Red Bull ist mit der Bestzeit in das Formel-1-Wochenende in Monaco gestartet. Sergio Perez erzielte im ersten Freien Training mit 1:12.487 Minuten den ersten Platz, P3 ging an Verstappen mit 0,161 Sekunden Rückstand.
Im zweiten Freien Training drehte sich die Red-Bull-interne Reihenfolge um: Verstappen belegte P4, knapp vier Zehntel hinter der Spitze, und Perez kam im zweiten RB16B nicht über P8 hinaus. Rückstand: etwas mehr als eine Sekunde.
Und zumindest Perez hat eine Idee, was da passiert sein könnte: "Das Auto fühlte sich klasse an im ersten Training. Dann haben wir ein paar Veränderungen vorgenommen und damit wahrscheinlich einen Rückschritt gemacht."
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Verstappen hat genau gegensätzliche Eindrücke gewonnen. Sein Fahrzeug habe sich "nicht so toll" angefühlt", meinte er. "Normalerweise fühle ich mich wohl im Auto und komme recht gut auf eine ordentliche Pace. Hier aber dauert es zu lange, und es ist dann auch nicht so, wie ich mir das vorstelle."
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Red Bull: Was sich bis Samstag ändern muss

Speziell über eine schnelle Runde habe das Auftreten von Red Bull am Donnerstag in Monaco nicht gepasst, sagte Verstappen: "Ich hatte natürlich erhofft, dass wir etwas schneller sein würden, aber wir sind einfach nur zu langsam."
Am vielen Verkehr auf dem engen Stadtkurs - auf ein Fahrzeug kommen rechnerisch nur 165 Meter Rennstrecke - könne es nicht gelegen haben. "Alle anderen haben schließlich auch Verkehr", erklärte der Red-Bull-Fahrer. "Das heißt, du musst anderweitig schauen, wie du die Rundenzeit optimiert kriegst. Wir hängen da doch recht deutlich zurück."
Laut Perez bedeutet das vor allem "einen Haufen Arbeit" für Fahrer und Ingenieure bis zum Qualifying am Samstag. "Wir müssen schneller werden. Und wir müssen herausfinden, was zwischen erstem und zweitem Training passiert ist", sagte Perez. "Hoffentlich kriegen wir das hingebogen, damit wir [am Samstag] ein Wörtchen mitreden können."

Kein Grund zur Sorge bei Teamchef Horner

Doch Teamchef Horner macht sich keine Sorgen. Perez habe eben nie eine freie Runde gehabt im Donnerstagstraining. "Ich denke aber, er ist dran bis auf ein paar Zehntel. Wenn er mal freie Strecke hat, sollte es passen", sagte Horner.
Und auch bei Verstappen sehe er nichts Dramatisches. Sein Team habe wohl "das ideale Reifenfenster verpasst", meinte Horner. "Und im Moment haben wir für seinen Geschmack etwas zu viel Untersteuern im Auto. Da müssen wir noch feintunen, einfach aufräumen. Und dann sind wir hoffentlich dabei."
Dabei, aber möglicherweise hinter Ferrari. Das italienische Formel-1-Traditionsteam überraschte in Monaco mit der Tagesbestzeit. Mehr noch: Die Ferrari-Fahrer landeten im Nachmittagstraining auf den Plätzen eins und zwei.
"Das zeigt auch nur, dass wir ziemlich schwach sind", sagte Verstappen, attestiert Ferrari trotzdem eine "sehr gute" Leistung. Denn immerhin habe es das Konkurrenzteam geschafft, Red Bull einen Rückstand von fast vier Zehnteln mitzugeben. "Wir müssen uns schon stark steigern, um da gleichzuziehen", meinte Verstappen.

Ferrari-Leistung als Ansporn für Red Bull

Auch Horner hält die Ferrari-Leistung für realistisch und sagte: "Sie sind sehr schnell. Gerade in der zweiten Einheit waren sie sehr schnell, mit beiden Autos. Der Ferrari scheint gut ausbalanciert zu sein. Also ja, das ist eine echte Zeit."
Und eine, die vor allem Ansporn ist für Verstappen. Er wolle den Formel-1-freien Freitag auch dazu nutzen, sich noch einmal durch die Daten des Donnerstagstrainings zu wühlen, kündigte der Red-Bull-Fahrer an. "Ich glaube nämlich, es müssen sich ein paar Dinge ändern, denn da gibt es einen großen Unterschied."
Auch Red-Bull-Sportchef Helmut Marko spricht von einem "Rückschritt", den Red Bull am Donnerstag gemacht habe. "Am Samstag sollten wir wieder mitmischen. Du brauchst [in Monaco] eben ein Auto, dem du vertrauen kannst, dann ist alles perfekt." Und genau das habe sein Team zumindest in der zweiten Einheit nicht gehabt.
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