"Je früher desto besser", meinte Bottas auf die Frage, wann er Gewissheit haben möchte. Sein Mercedes-Vertrag läuft zu Saisonende aus, gleichzeitig steigt der Druck von außen - vor allem Williams-Pilot George Russell klopft immer lauter an.
"Ehrlich gesagt habe ich darüber noch gar nicht wirklich nachgedacht. Das ist die ehrliche Antwort. Ich fokussiere mich derzeit auf die Rennen." Bottas schildert, dass er schon Verträge sehr früh in einer Saison unterschrieben habe, oder auch sehr spät. Das sei dann auch eine Ablenkung gewesen, gab er zu.
In eine solche Situation möchte er in diesem Jahr nicht erneut kommen. Daher hat er sich eine erste Deadline gesetzt, um seine Zukunft auszusortieren: "Ich denke, die Sommerpause im August ist normalerweise eine gute Deadline. Aber jetzt will ich ehrlich gesagt noch nicht darüber nachdenken."
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Vielmehr hofft der 31-Jährige, mit guten Ergebnissen auf der Rennstrecke ein Empfehlungsschreiben für eine erneute Vertragsverlängerung bei Toto Wolff abgeben zu können: "Ich will einfach Rennen gewinnen. Das ist das Einzige, woran ich aktuell denke."

Wolff stärkt Bottas den Rücken

Zuletzt konnte Bottas beim Grand Prix von Russland im Vorjahr triumphieren, in dieser Saison sind ihm bislang nur drei dritte Plätze gelungen. Außerdem schrieb er in Imola aufgrund der Kollision ausgerechnet mit Russell einen Nuller, weshalb er mit aktuell 47 WM-Punkten auf dem dritten Platz liegt.
Aufgrund seines durchwachsenen Saisonauftakts mehrten sich zuletzt Gerüchte, Bottas könnte noch während der laufenden Weltmeisterschaft durch den jungen Briten ersetzt werden. Teamchef Wolff stärkte seinem Fahrer daraufhin den Rücken.
Dennoch wird Mercedes-Nachwuchshoffnung Russell immer ungeduldiger. Der Williams-Pilot hat am Monaco-Medientag betont, dass er als nächsten Schritt einen mehrjährigen Vertrag unterzeichnen möchte - ähnlich wie seine gleichaltrigen Kollegen Max Verstappen (Red Bull), Charles Leclerc (Ferrari), oder nun auch Norris (McLaren).
"Ich denke, dass Stabilität und langfristige Planung wichtig sind", betonte Russell.

Russell will "Konstanz", um wachsen zu können

Er sieht sich aktuell als freier Pilot in einer guten Position, um sich für nächstes Jahr in Stellung zu bringen. "Ich denke, man hat nun gesehen, wie schwierig es ist, das Team zu wechseln und sich im neuen Rennstall einzugewöhnen", spielte er auf die vielen Wechsel im vergangenen Winter an.
Russell träumt davon, eine langfristige Bindung einzugehen, um sich über mehrere Jahre in einem Team weiterentwickeln zu können. "Ich denke, es ist sehr wichtig, diese Konstanz zu haben, um zu wachsen und Fortschritte zu machen."
Er befindet sich nun im dritten und finalen Jahr seines Williams-Vertrags. Obwohl er in seiner Zeit dort bislang noch keinen WM-Zähler einfahren konnte, schaffte es Russell immer wieder, auch mit unterlegenem Material aufzuzeigen.
Besonders beeindruckt hat der Mercedes-Junior im Bahrain-Grand-Prix des Vorjahres, als er als Ersatzmann für Lewis Hamilton (Corona) einspringen durfte und das Rennen nur aufgrund eines Reifenschadens nicht gewinnen konnte. Zuvor verpasste er denkbar knapp seine erste Poleposition.
Schon damals trat er im direkten Duell gegen Bottas an, nun wohl indirekt um den zweiten Platz im Topteam. Denn Hamilton hat bereits angedeutet, mit Mercedes weitermachen zu wollen.
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(motorsport-total.com)

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