"Natürlich habe ich irgendwo in mir noch höhere Ansprüche, aber ich denke, heute war es schon okay, das Auto ins dritte Qualifying zu bringen", so Vettel, der es jedoch etwas schade fand, dass kein Fahrer mehr seinen letzten Versuch durchbringen konnte. "Aber insgesamt war es heute schon ganz gut."
Warum es bei ihm heute so gut lief, ist die große Frage. "Ich glaube größtenteils die Strecke. Ich denke, wir können hier ein bisschen mehr den Unterschied machen", sagte der Heppenheimer.
Vor allem in Q2 sei dem Deutschen eine starke Runde gelungen, die ihn dann in den dritten Abschnitt gebracht hatte. Damit war vor der Qualifikation nicht unbedingt gerechnet worden. "Im dritten war dann der Abstand nach vorne doch relativ groß", so Vettel, dem mehr als eine Sekunde fehlte. Drei Zehntelsekunden waren es auf Hamilton davor.
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In Q3 konnte der Deutsche aber auch nicht die Vorbereitung fahren, die er eigentlich wollte. Aston Martin hatte in Q1 und Q2 festgestellt, dass eine zweite fliegende Runde deutlich besser war, nachdem man eine Kühlrunde eingelegt hat. "Die Vorderreifen haben sich ein bisschen schwer getan, ins richtige Fenster zu kommen und waren in der ersten Runde noch nicht bereit", erklärt Vettel.

Das steckte hinter Vettels zweiter Aufwärmrunde

Doch weil dafür in Q3 nicht genug Zeit war, musste Vettel seinen Ansatz verändern. Die Lösung: Vettel fuhr eine zweite Aufwärmrunde, um die Vorderreifen auf Temperatur zu bekommen. "Sonst ist es für die erste Kurve schon sehr schwer, das Vertrauen in die Vorderachse zu haben", sagte Vettel.
Er erklärte: "Es schiebt über die Vorderachse, die Reifen fangen an, ein bisschen zu vibrieren. Es ist kein tolles Gefühl, wenn du in die erste Kurve fährst und die Leitplanke kommt schneller näher, als du dir denkst. Dann fährst du auch natürlich ins Casino nicht so schnell rein, wie du vorhattest. Du bist immer so einen Schritt dahinter."
Doch das Problem konnte Vettel umgehen und sich seinen besten Startplatz der Saison sichern - in Monaco nicht ganz unwichtig. Die Chancen auf die ersten Punkte stehen somit eigentlich gut.
"Schauen wir morgen", sagte Vettel. "Vielleicht können wir einen Platz am Start gutmachen und den Lewis vernaschen. Danach wird es schwer, ihn dahinter zu halten, aber schauen wir mal. Es ist ein langes Rennen. Es kann sehr spannend werden, es kann aber auch sehr langweilig werden."
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