Nur bei Alfa Romeo, Red Bull, Toro Rosso und Williams sind noch Plätze frei. Red Bull ist darunter das einzige Top-Team, der noch bei Renault angestellte Hülkenberg sprach beinahe schwärmerisch von einem "Träumchen". Allerdings sei diese Option "im Moment nicht realistisch", glaubt der 32-Jährige.
So ist der Thailänder Alexander Albon an der Seite von Spitzenfahrer Max Verstappen zwar noch nicht für 2020 bestätigt, allerdings überzeugte der 23-Jährige seit seiner Beförderung von Toro Rosso in den Premium-Bullenstall.
Toro Rosso hat noch keinen Fahrer für das kommende Jahr benannt, jedoch versteht sich das Team seit jeher als Talentschuppen. Hülkenberg mit seinen 32 Jahren und 170 Formel-1-Rennen seit 2010 (für Williams, Force India, Sauber und Renault) fällt nicht in diese Kategorie.
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Wechsel zu Alfa Romeo möglich

Bliebe noch Hinterbänkler Williams, wo Robert Kubica am Jahresende gehen wird. Allerdings ist kaum anzunehmen, dass der in der Branche geschätzte Hülkenberg ans Ende des Feldes wechseln würde.
Eher schon würde ein Engagement beim Sauber-Nachfolgerteam Alfa Romeo passen. Dort muss Antonio Giovinazzi noch um seine Weiterbeschäftigung zittern. Zudem wird das Team von Frederic Vasseur geführt, unter dem Hülkenberg 2009 Champion der Formel-2-Vorgängerserie GP2 wurde. Der Franzose Vasseur lotste ihn auch 2017 zu Renault, wo Hülkenberg im kommenden Jahr durch Esteban Ocon ersetzt wird.
Alfa Romeo allerdings ist eng mit Ferrari verbandelt und gilt als Talentschmiede der Scuderia. Charles Leclerc, der in diesem Jahr bei Ferrari dem routinierten Vettel enorm zusetzt, etwa sammelte bei dem Team seine ersten Formel-1-Erfahrungen. Hülkenberg erklärte bezüglich eines möglichen Engagements vielsagend: "Das wird von anderen Leuten entschieden."

Formel Deutsch Vergangenheit

Damit droht die einstige "Formel Deutsch" weiter auszudünnen. Fuhren 2011 in der Spitze noch sieben deutsche Piloten um Rekordweltmeister Michael Schumacher und auch Hülkenberg in der Formel 1, hat nach derzeitigem Stand für das kommende Jahr nur Ferrari-Pilot Sebastian Vettel einen Vertrag in der Tasche.
Hülkenberg beteuerte, dass ihn dieses Szenario nicht umwerfen würde. Er müsse "nicht auf Gedeih und Verderb in der Formel 1 bleiben." Über Alternativen zur Motorsport-Königsklasse will der Le-Mans-Sieger von 2015 "derzeit noch nicht nachdenken." Denkbar sei auch ein Jahr Pause.
(SID)
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