"Ich bin komplett darüber hinweg", meinte der junge Russe vor dem Imola-Wochenende über seinen "schmerzhaften" Ausfall direkt in der ersten Runde im Grand Prix von Bahrain. Nur wenig später sorgte er im ersten Freien Training in Imola für eine Gelbe Flagge, da er sich gleich zu Beginn in seiner Installationsrunde drehte.
Und es kam noch schlimmer: Kurz vor Sessionende am Freitagvormittag verlor Mazepin am Ausgang der letzten Kurve erneut die Kontrolle über den VF-21 und krachte nach einem Gegenpendler in die Mauer vor der Boxengasseneinfahrt. Aufgrund der Beschädigung wurde vorsichtshalber das Getriebe gewechselt.
"Wir mussten das Getriebe leider wechseln", bestätigte Steiner im "Sky"-Interview. "Es ist nicht kaputt, aber das müssen wir untersuchen, deswegen hat er ein bisschen Zeit verloren."
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Die Reparatur zog sich bis in den Nachmittag, weshalb der Russe das zweite Training erst mit 20-minütiger Verspätung in Angriff nehmen konnte. Wenig später war er in der Schikane auf der Gegengeraden abermals abseits der Ideallinie zu finden, er funkte: "Ich fühle mich wie auf Eis. Es ist absolut so, als wäre ich auf Eis unterwegs."

Steiner tadelt Mazepin: "Er versucht es ein wenig zu sehr"

Die vielen Fehler des Rookies sind auch Teamchef Steiner nicht entgangen. Der Südtiroler hofft, dass Mazepin den Haas bald besser unter Kontrolle haben wird. "Zu einem gewissen Zeitpunkt müssen (die Dreher; Anm. d. Red.) weniger werden, aber er strengt sich sehr an - ich glaube, er versucht es ein wenig zu sehr."
Er könne jedoch verstehen, dass Mazepin das Limit des Boliden finden möchte. "Das muss er selbst finden, nicht wir. Wir können ihm dabei nur helfen. Aber das ist eines dieser Dinge, die ich meinte: Lernen ist schmerzhaft. Das wird er schon noch lernen, das wird schon werden."
Steiner unterstrich außerdem, dass der Haas-Bolide in dieser Saison kein einfach zu fahrendes Auto sei. Beim Debüt in Bahrain kamen zusätzlich sehr windige Bedingungen hinzu, die dem VF-21 nicht schmeichelten.

Steiner baut Mazepin auf

"In Bahrain musste er lernen, mit dem Wind klarzukommen, dort war es sehr windig. Unser Auto war schon im Vorjahr sehr schlecht bei windigen Bedingungen, das hat also zu ein paar Drehern geführt", erklärte Steiner die Anfängerfehler vor drei Wochen.
Um Mazepin nach seinem verkorksten Einstand wieder aufzubauen, hatte Steiner versucht, ihn moralisch zu unterstützen: "Was ich ihm gesagt habe? Kopf hoch! Diese Dinge passieren eben."
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