Für Mitfavorit Max Verstappen war das zweite Freie Training schon nach zehn Minuten vorbei. Im Heck sei "etwas gebrochen", meldete er am Boxenfunk. Bitter: Der Red-Bull-Pilot hatte just in dem Moment, als sein Vortrieb abriss, die Boxeneinfahrt passiert, sodass er zu Fuß zum Team zurücktraben musste und das Auto nicht sofort repariert werden konnte.
"Max wird das mit seiner Erfahrung ausgleichen können. Aber ein bisschen fehlt die Zeit natürlich", analysierte Experte Ralf Schumacher bei "Sky" und ergänzte: Dem Geräusch nach habe es sich um ein Problem "aus dem Antriebsbereich" gehandelt. "Sehr ärgerlich für Max."
Für Red Bull hatte der Freitag schon unglücklich begonnen. Sergio Pérez war im ersten Training, möglicherweise begünstigt durch einen Funkausfall bei allen Teams, mit Esteban Ocon (Alpine) kollidiert. Der Mexikaner konnte zwar am Nachmittag wieder fahren, verlor aber am Vormittag wichtige Trainingszeit, um Daten zu sammeln und am Set-up zu tüfteln.
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Pérez-Kollision unterbricht erstes Training - Bottas mit knapper Bestzeit
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Funkausfall hin oder her: "Zwei so erfahrenen Piloten sollte so etwas trotzdem nicht passieren", kritisierte Schumacher. Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko stimmte im "ORF" zu und ärgerte sich: "Ich weiß nicht, wozu sie Rückspiegel haben. Das war ganz klar der Fehler von Pérez. Er hat den schnellen Ocon übersehen und dann kam es zu diesem Zwischenfall."

Sebastian Vettel nur auf Platz 15 - Mick Schumacher schneller als Mazepin

Pérez belegte letztendlich den sechsten Platz, mit 0,860 Sekunden Rückstand auf Bottas, und lag damit hinter beiden Ferraris, die am Freitag eine starke Performance zeigten. Carlos Sainz (+0,283) wurde Vierter, Charles Leclerc (+0,820) Fünfter. Rookie Yuki Tsunoda bestätigte auf P7 mit 0,868 die gute Form von AlphaTauri beim Heimrennen.
Weniger gut lief's für die beiden Deutschen im Starterfeld. Sebastian Vettel (Aston Martin) konnte zwar ein von außen betrachtet problemloses Trainingsprogramm absolvieren. Trotzdem kam er nicht über Rang 15 (+1,541) hinaus, 0,355 Sekunden hinter Lance Stroll (10.).
Mick Schumacher (Haas) wurde eine halbe Sekunde vor Teamkollege Nikita Masepin Vorletzter.
Beendet wurde die Session übrigens durch einen Crash von Leclerc ausgangs der Rivazza-Kurve. Der Monegasse verlor das Heck auf einer schnellen Runde außer Kontrolle. Die Rennleitung zeigte rote Flaggen, das Training war damit um knapp drei Minuten früher als geplant zu Ende.

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