"Das ist dieses Jahr schon ein ganz anderes Kaliber mit einem wirklich starken Lineup und einem guten Auto", ergänzte Lewis Hamilton. Die Testleistungen von Max Verstappen und Sergio Perez haben demnach nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
Eine Rolle spielt dabei auch die Leistung vom Saisonfinale 2020 in Abu Dhabi, in dem Verstappen die beiden Mercedes in Schach hielt. "Nachdem sie das letzte Rennen gewonnen haben, kann man nur vermuten, dass sie bei der Musik sein werden. Das wird ein großartiger, langer Kampf über das ganze Jahr mit ihnen", vermutete Hamilton.
Zusammen mit den bisherigen Problemen bei Mercedes könnte der Eindruck entstehen, die Weltmeistertruppe sei nun im Hintertreffen. Tatsächlich trat an jedem der drei Testtage ein anderes Problem auf: Am Freitag zickte das Getriebe des W12, am Samstag leistete sich Hamilton einen seiner seltenen Fahrfehler und auch am Sonntag konnte man nach umfangreichen Reparaturarbeiten erst mit Verspätung in die Nachmittagssession starten.
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Doch im Mercedes-Lager gab man sich bewusst cool. Hamilton ließ verlautbaren: "Ich verschwende meine Zeit nicht damit, mir Sorgen zu machen. Das hält dich nur davon ab, Lösungen zu finden. Wir arbeiten daher hart und konzentrieren uns darauf, die wenige Zeit zum Testen möglichst effizient zu nutzen. Wir sind Mehrfach-Weltmeister. Wir wissen, wie man zusammenarbeitet und sich auf den Job konzentriert."

Hamilton über Testfahrten: "Der perfekte Zeitpunkt, um Probleme zu identifizieren"

Immerhin: Die aufgetretenen Handling-Probleme am W12 schienen nicht mehr so gravierend zu sein, wie noch zu Beginn der Testfahrten. Hamilton sah die Sache positiv: "Es ist besser, wenn es jetzt nicht rund läuft und dafür dann aber schon, wenn die Saison dann einmal gestartet ist. Das ist für uns jetzt also der perfekte Zeitpunkt, um Probleme zu identifizieren. Ich begrüße das also."
Zumal es in den vergangenen Jahren ohnehin oft so war, dass Red Bull nach starken Testauftritten vergeblich zur Attacke auf Mercedes geblasen hat. Wenn die Karten beim Auftakt endgültig aufgedeckt werden mussten, erwies sich die Mercedes-Truppe rund um Hamilton und Valtteri Bottas als zu stark für den Red Bull.
Der Weltmeister hat in diesem Jahr aber noch weitere Teams auf der Rechnung: "Es ist schön zu sehen, dass auch McLaren und Alpine einen starken Eindruck machen. Ich freue mich schon drauf, auch weil das mehr Spaß bedeutet."
Das Auftakt-Rennen in Bahrain am 28. März wird zeigen, ob Hamilton und Mercedes dann das Lachen vergeht oder nicht.
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Hamilton und Bottas stellen den neuen Silberpfeil vor

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