Dass Lewis Hamilton sich auch mit ernsteren Gedanken beschäftigt, mit Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz, lässt er vor allem im Social Web immer wieder durchblicken. Doch nicht nur dort, auch nach seinem erneuten Titelgewinn in Austin zeigte Hamilton ganz offen seine verletzliche Seite, sprach über Dunkelheit und Dämonen.
"Es gibt immer die dunklere Seite, die versucht, dich nach unten zu ziehen", erzählt der Brite und fügt hinzu:
Ich weiß nicht, wie ihr morgens aufwacht, aber ich schaue in den Spiegel und versuche, mich selbst aufzubauen und zu sagen: 'Ja, du kannst es tun. Ja, du bist großartig. Ja, du kannst fit sein, wenn du dir die Zeit dafür nimmst.
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Laudas Tod macht Hamilton nachdenklich

So motiviert sich der 34-Jährige auch für seinen Job als Formel-1-Fahrer jedes Wochenende aufs Neue: "Ja, du kannst dieses Rennen gewinnen, wenn du die richtigen Schritte machst und weiterhin an dich selbst glaubst, und niemand sonst wird es für dich tun.' Es geht im Prinzip nur darum, sich selbst immer zu ermutigen."
Allerdings gibt Hamilton zu, dass ihm das gerade im diesem Jahr nicht immer leicht fiel. Als Grund nennt er den Verlust von Niki Lauda, der ihn im Laufe seiner Formel-1-Karriere stets gefördert hatte. "Ich dachte nicht, dass mich das so hart treffen würde. Es war wirklich erschüttern und ich vermisse ihn bis heute sehr", sagt der Brite emotional. Hamilton erzählt von seinen Erinnerungen an Lauda:
Ich wusste nicht, wie sehr ich den Kerl liebte - von dem Moment an, als er mich anrief und mich bat, ins Team zu kommen, bis hin zu dem Wochenende, als wir zusammen im Hotel in Singapur saßen, nachdem mein Getriebe im McLaren kaputt gegangen war. Ich denke daran, wie er immer seine Kappe abnahm. Wir hatten toll Gespräche.

Hamilton möchte eigene Familie gründen

Laudas Tod sei für alle im Team "ein harter Wendepunkt" gewesen. In dem Zusammenhang erinnert Hamilton auch an das tödliche Unglück von Anthoine Hubert in Spa: "Ich sah es im Fernsehen, ich sah es geschehen. Wenn so etwas passiert, kommen einem viele Zweifel und man fragt sich, ob es vielleicht an der Zeit ist aufzuhören."
Zwar gibt der 34-Jährige zu: "Ich will immer noch Zeit mit meiner Familie verbringen, ich will immer noch eines Tages eine eigene Familie haben, all diese verschiedenen Dinge, aber ich bin noch so voller Energie... Ich liebe das, was ich tue, so sehr, dass ich nicht glaube, dass es viel gibt, das mich davon abhalten kann."
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