"Ich habe einen Brief an alle Fahrer persönlich geschickt, weil ich ihnen mitteilen möchte, wie wichtig es ist, dass sie verstehen, dass ihr Wert darin liegt, ein positiver Botschafter der Formel 1 zu sein", sagte Domenicali während einer Gesprächsrunde mit ausgewählten Medien.
"Ich spreche nicht nur über den Sport selbst, sondern auch über die Werte, auf die sich die Formel 1 wirklich konzentrieren soll, wie zum Beispiel 'We Race As One' und die Projekte für Vielfalt und Nachhaltigkeit, die wir gemeinsam umsetzen wollen", fügte der 55-jährige Italiener an.
Die Formel 1 hat sich zuletzt verstärkt zu sozialen Themen geäußert, indem sie im vergangenen Jahr das Programm "We Race As One" ins Leben rief und sich zu mehr Vielfalt verpflichtete. Eine Führungsrolle nahm dabei Weltmeister Lewis Hamilton ein, der Themen wie Rassismus und Menschenrechte auf die Agenda brachte.
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Domenicali bewertet dessen Einsatz als "wirklich sehr wichtig" für die Formel 1 und will zum Beginn der neuen Saison auch andere Fahrer dafür sensibilisieren: "Ich habe sie zu einem Treffen eingeladen, das wir so schnell wie möglich physisch abhalten müssen. Das Ziel wird sein, es in Bahrain abzuhalten, wenn es möglich ist."

Stefano Domenicali ist seit 2021 CEO der F1

Fotocredit: Getty Images

Domenicali mit klarer Botschaft an Mazepin

Aus seiner Sicht hatte die Formel 1 "noch nie so viele fantastische Fahre - jung, talentiert, sehr stark", schwärmte der CEO und betont umso mehr: "Wir dürfen die Gelegenheit nicht verpassen, ihnen klar zu machen, dass sie mehr sind als nur Fahrer."
"Sie haben eine große Verantwortung, denn sie sind das Gesicht des Sports. Sie müssen verstehen, wie wichtig ihr Verhalten und ihre Worte sind, und dass wir mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Das ist der Ansatz, den ich erwarte." In dem Zusammenhang fand Domenicali auch klare Worte für Formel-1-Rookie Nikita Mazepin.
Dieser hatte kurz nach der Vertragsverkündung mit Haas durch ein sexistisches Video auf sich aufmerksam gemacht. Sowohl sein Team als die Formel 1 verurteilten das Verhalten des jungen Russen scharf. Haas kündigte eine interne Untersuchung an.
Auch Domenicali hielt fest: "Es war ziemlich klar, was er getan hat. Es war nicht akzeptabel." Zwar habe sich Mazepin entschuldigt, doch damit sei es nicht getan. "Als Reaktion auf das, was er getan hat, müssen wir sicherstellen, dass sie in der Diskussion, die wir führen werden, verstehen, dass wir über bestimmte Dinge nicht scherzen können."
"Die Fahrer sind zu wichtig, um nicht zu verstehen, dass sie Vorbilder sind, und das müssen sie akzeptieren. Das ist etwas, das wir gemeinsam besprechen werden, nicht nur mit ihm. Zu gegebener Zeit möchte ich ein Treffen mit ihnen haben, um zu erkennen, wie wichtig sie alle für unseren Sport sind", sagte der Formel-1-Boss abschließend.
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