"Ich hoffe, wir können dieses Format beibehalten. Und wenn überhaupt, dann würde ich vorschlagen, dass die Freitage auch pikanter sein könnten", argumentiert Alonso.
Für einen pikanteren Freitag hat er es vor allem auf die Anzahl an verfügbaren Reifensätzen abgesehen: "Wenn wir zum Beispiel einen Reifensatz und einen Versuch für alle haben, dann haben wir alle die gleichen Chancen."

Alonso schlägt einen einzigen Reifensatz für Qualifying vor

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"Es geht nicht um ein unfaires Qualifying oder eine umgekehrte Reihenfolge oder irgendetwas in der Art, ich verstehe, dass das unfair sein kann. Aber wenn wir einen Reifensatz und eine Chance für alle geben, dann ist es für alle gleich."
Alonsos Vorschlag lässt Erinnerungen an das Einzelzeitfahren von 2003 bis 2005 wach werden. Auch da hatten die Fahrer nur einen Versuch, um eine schnelle Zeit zu setzen. Mit dem dadurch gestiegenen Druck kamen nicht alle gleich gut zurecht. David Coulthard wurde beispielsweise nachgesagt, kein Freund dieses Formats gewesen zu sein.
Auch Alonso geht davon aus, dass sein Vorschlag für ein wenig Abwechslung sorgen würde. Er hat im Hinterkopf, dass alle im Qualifying auf dem gleichen Reifensatz unterwegs waren, wenn er sagt: "Vielleicht kann man das ein bisschen ändern und am Samstag ein noch besseres Sprint-Qualifying haben, wenn eines der schnellen Autos nicht in den ersten beiden Startreihen steht."

Longruns auch im Sprint-Format wichtig

Positiv ist für ihn aber auch ohne Änderungen, dass das Sprint-Format (Freies Training und Qualifying am Freitag, Freies Training und Sprintqualifying am Samstag, Grand Prix am Sonntag) den Freitag aufwertet. "Letztes Jahr, als ich mir die Rennen zu Hause anschaute, bedeutete der Freitag nichts. Die Longruns sind sehr wichtig für die Teams und die Fahrer, aber nicht für die Leute zu Hause", ist dem zweifachen Formel-1-Champion aufgefallen.
Die Longruns wurden in Silverstone ebenfalls im 2. Freien Training absolviert, das im Zeitplan allerdings in den Samstag rückte. Im neuen Format ist zudem vorgesehen, dass sich die Fahrzeuge schon zu diesem Zeitpunkt unter Parc-ferme-Bedingungen befinden und das Set-up somit nicht mehr verändert werden darf. Deshalb ist die Session aber nicht weniger wertvoll für die Teams.
"Es war sehr nützlich für uns", erzählt Alonso über das FT2 in Silverstone. "Ich weiß nicht, wie es von außen aussieht. Man sieht die Autos mit viel Sprit und verschiedenen Mischungen fahren, und ich weiß nicht, ob das eine gute Show ist oder nicht. Aber so war es auch im FT2 des vorherigen Formats. Freie Trainings sind sehr, sehr wichtig für die Teams. Also müssen wir sie haben, ganz sicher."
Ob die Formel-1-Chefs die Anregung von Fernando Alonso aufgreifen oder anderweitig Veränderungen am Format vornehmen, wird sich zeigen müssen. Das nächste Wochenende mit Sprintqualifying steht im September beim Italien-GP in Monza auf dem Programm.
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