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Neue Teams für die Formel 1? Gespräche mit Interessenten laufen

Neue Teams für die Formel 1? Gespräche mit Interessenten laufen

09/08/2019 um 20:06Aktualisiert 09/08/2019 um 20:24

Findet die Formel 1 ab 2021 neue Teams? Das neue Reglement um die geplante Budgetgrenze könnte ein Triebmittel sein, um wieder mehr als zehn Rennställe im Feld zu haben. Formel-1-Boss Chase Carey bestätigt, dass er bereits mit potentiellen Neueinsteigern gesprochen habe. "Alle sehen Schritte bei der Kostendisziplin und eine ausgeglichenere Einnahmenverteilung als wichtige Eckpunkte an", sagt er.

Schon als die Formel 1 2010 mit einer Budgetgrenze lockte, wollten sich zahlreiche neue Teams für die Königsklasse bewerben - 15 Bewerbungen sollen damals der FIA ins Haus geflattert sein. Noch sind es nicht ganz so viele, doch laut 'Auto Bild motorsport' sollen derzeit drei Neueinsteiger Interesse angemeldet haben.

Das erste wäre eine Gruppe um Ex-Manor-Sportchef Graeme Lowdon, das zweite eine Gruppe um die Ex-Verantwortlichen Daniele Audetto (Super Aguri) und Adrian Campos (HRT) und schließlich eine Gruppe um Lotus, die inzwischen zum chinesischen Automobilkonzern Geely gehören.

Formel 1: Haas einziger Neuling der vergangenen Jahre

Ob es 2021 aber wirklich ein oder mehrere neue Teams geben wird, ist offen. Zwar würde FIA-Präsident Jean Todt gerne wieder zwölf Rennställe in der Formel 1 sehen, auf Biegen und Brechen wird man aber keinen Neuling zulassen. In den vergangenen Jahren haben sich immer wieder Teams beworben, bis auf Haas wurde seit 2010 aber keiner aufgenommen.

Allerdings war das Interesse an der teuren Königsklasse ohnehin relativ gering, was sich durch die Budgetgrenze von 175 Millionen US-Dollar ändern könnte. "Ein Ziel der Obergrenze ist ein gesünderer Sport", sagt Carey in einem Business-Call.

"Wir haben über die sportlichen Ziele gesprochen, aber genauso wichtig ist, dass die Budgetgrenze ein Business-Modell erschafft, das gesund und positiv für die bestehenden Teams sowie für potentielle Neueinsteiger ist."

Formel 1: Top-Teams wollen höhere Budgetobergrenze

Allerdings waren sich die Teams über die Höhe nicht immer einig. Vor allem die Topteams wollten die Grenze noch höher ansetzen, weil sie sonst zahlreiche Mitarbeiter entlassen und sich deutlich mehr einschränken müssten. Mittlerweile stünden diese aber hinter der Maßnahme, betont Carey und lobt die Einstellung der Budgetgrenze gegenüber.

"Ich denke, dass jeder daran glaubt, dass sie ein wichtiges Element für die Zukunft des Sportes ist", sagt der Formel-1-Boss weiter.

Fragezeichen gab es auch über der Überwachung der Grenze, doch diesbezüglich macht sich der Amerikaner keine Sorgen: "Wenn wir nicht glauben würden, dass es durchsetzbar ist, dann hätten wir es nicht gemacht", betont er. "Du musst einfach nur sicherstellen, dass du Zugang zu den richtigen Informationen hast. Wir müssen einfach diszipliniert und strikt sein bei dem, was wir brauchen."

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