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Regeländerungen für 2021: Tankstops vor Comeback?

Regeländerungen für 2021: Tankstops vor Comeback?

23/08/2019 um 09:37Aktualisiert 23/08/2019 um 15:07

Nichts wird im Umfeld der Formel 1 derzeit so heiß diskutiert wie die möglichen Regeländerungen für das Jahr 2021. Das Ziel dabei ist klar: Die Rennen sollen wieder interessanter werden; darin sind sich FIA und Liberty Media einig. Ausgerechnet das 2010 abgeschaffte Nachtanken hat es dabei wieder auf die Tagesordnung geschafft - für viele aktive Fahrer eine gute Idee.

"Aus Fahrersicht kann Nachtanken nur positiv sein. Damit wären die Autos leichter, was die Reifen weniger strapazieren würde", ist Williams-Pilot Robert Kubica einer der Fürsprecher der möglichen "Rolle rückwärts" und ergänzt:

"Als Rennfahrer hätte ich das Nachtanken gar nicht erst abgeschafft. Hast du unterschiedliche Spritmengen, durchmischt das die Autos besser. Es ist einfach ein zusätzlicher Faktor, der das Racing beeinflussen kann - auf positive Art und Weise.""

Teams sehen Nachtanken kritisch

Den Teams entstünden neue taktische Optionen, zumal die Reifen nicht mehr alleine darüber entscheiden würden, wann es Zeit für einen Boxenstop ist.

Sergio Perez sieht die Diskussion mit gemischten Gefühlen. Für den Mexikaner wäre der größte Vorteil, dass die Boliden deutlich leichter und damit schneller unterwegs wären. "Das wäre für das Rennen super. Jedoch glaube ich nicht, dass es bei den Leistungsunterschieden im Feld einen großen Unterschied ausmachen wird. Die Fans interessieren es nicht ob es fünf oder 100 Kilogramm zum Rennstart sind. Sie wollen einfach einen engen Wettbewerb sehen."

Bei den Teams stößt die Idee auf keine Begeisterung - im Gegenteil. Dieses hat vor allem auch finanzielle Gründe. In der ersten Saison werden die Mehrbelastungen auf eine Million Euro geschätzt. in den Folgejahren würden sich die Betriebskosten auf 330.000 Euro pro Jahr belaufen. Eine Summe, die die Formel 1 eigentlich stemmen sollte, um für mehr Action auf den Rennstrecken zu sorgen.

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