"Er fragt uns dauernd: 'Warum macht ihr das so, und warum nicht anders?' In nur zwei Tagen hatte er so viele Fragen", berichtet Szafnauer und ergänzt: "Er stellt uns nicht nur Fragen, sondern gibt auch seine Erfahrungen weiter. Genau das brauchen wir." Vettel solle "die Erfahrung und Arbeitsweise seiner Weltmeister-Tage einbringen."
"Wir wollen jeden Stein umdrehen, um die Performance zu verbessern, damit wir im März [beim ersten Rennen] sagen können, dass wir über den Winter das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht haben", erklärt Szafnauer, der auch konkrete Beispiele nennt, wie Vettel dem Team aus Silverstone bereits jetzt geholfen hat.
"Er hat unsere Renningenieure schon angeleitet, welche Daten er braucht, um uns mit dem Fahrzeugset-up zu helfen. Er hat uns auch schon geholfen, die Ergonomie im Cockpit zu verbessern. Wo zum Beispiel die Schalter hingehören und wie sie genutzt werden sollten, um das Auto einfacher zu bedienen", verrät der Teamchef.
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"Er ist bereits im Simulator gefahren und hat ihn mit anderen verglichen, die er kennt. Was ist gut an unserem? Wo müssen wir uns verbessern? Damit können wir arbeiten", zeigt sich Szafnauer zufrieden und kündigt an: "Es wird noch viel mehr kommen. Sebastian war erst ein paar Tage bei uns."

Schon nach zwei Tagen eine große Hilfe

"Und bereits in dieser kurzen Zeit hat er uns diese nützliche Rückmeldung gegeben. Dabei ist er unser Auto noch gar nicht gefahren. Wir können noch so viel von ihm lernen und uns dadurch verbessern", ist sich der Teamchef sicher. Vettel besuchte die Aston-Martin-Fabrik im Januar erstmals für eine Sitzprobe, einen Simulatortest und erste Meetings.
Doch auch von seinem persönlichen Besuch abgesehen steht Vettel mit dem Team in Kontakt. "Ich spreche regelmäßig mit ihm. Mit den Ingenieuren tauscht er sich ein paarmal in der Woche aus", verrät Szafnauer, der nicht davon ausgeht, dass sich Ex-Ferrari-Pilot Vettel mit dem Wechsel zum deutlich kleineren Aston-Martin-Team schwertun wird.

Aston Martin und Vettel haben "dieselbe Philosophie"

"Wir dürfen nicht vergessen, dass Sebastian ein paar Jahre bei Toro Rosso war", erinnert er an den Beginn von Vettels Formel-1-Karriere und erklärt: "Das ist etwa dieselbe Teamgröße wie wir sie haben. Und Sebastian hat ein großartiges Gedächtnis. Er passt bereits sehr gut zu uns. Wir haben dieselbe Philosophie, wie wir Rennen fahren wollen."
"Bei uns hat die Performance oberste Priorität. Wir streben danach, das schnellstmögliche Auto zu haben. Das gilt auch für andere Bereiche wie die Boxencrew mit den Reifenwechseln. Wir wollen das Beste aus den Rennen machen - inklusive Siegen. Darum geht es uns. Und genau darum geht es Sebastian", so Szafnauer.
"Unsere Rennphilosophien stimmen zu 100 Prozent überein. Deshalb werden wir sehr gut zusammenarbeiten, um unsere Leistung zu optimieren", ist er sich sicher. Nach sechs Jahren bei Ferrari ersetzt Vettel bei Aston Martin Sergio Perez, der seinerseits nach sogar sieben Saisons im Team zu Red Bull gewechselt ist.
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(Motorsport-Total.com)

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