Bei zunächst drei Grand Prix, zwei davon in Europa, wird die Startaufstellung schon in der laufenden Saison per 100-km-Rennen am Samstag ermittelt. Details zu den Austragungsorten gab die FIA nach dem "einstimmigen Beschluss der Formel-1-Kommission" nicht bekannt.
Das Fachblatt "auto motor und sport" nannte jedoch Silverstone (17./18. Juli), Monza (11./12. September) und Interlagos (6./7. November) als Premierenstationen.
Laut FIA soll bei den drei ausgewählten Rennen am Freitag nach dem alten Qualifying-Modus die Aufstellung für das Sprintrennen am Samstag ermittelt werden, das dann nachmittags über 100 km ausgetragen wird und die Startreihenfolge im regulären Grand Prix am Sonntag über rund 300 km ermittelt. Zudem gibt es für die besten drei des Sprintrennens Punkte (3-2-1) für die WM-Wertung.
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"Das Format wurde entwickelt, um die Action auf der Strecke zu steigern und die Fans auf neue und innovative Weise zu begeistern", hieß es in einem FIA-Statement: "Es schafft auch die richtige Balance zwischen der Belohnung von Fahrern und Teams nach Leistung und gibt anderen die Möglichkeit, sich am Samstag durch das Feld zu kämpfen, um die Chancen im Rennen am Sonntag zu erhöhen."

Teams erhalten für die Sprintrennen zusätzliches Geld

Stefano Domenicali, Geschäftsführer der Königsklasse, freut sich auf "einen dreitägigen Kampf, den die Fahrer sicherlich genießen werden".
Unumstritten ist der neue Modus, der das seit 2006 mit leichten Variationen verwendete dreigeteilte, in Phasen auch lahme Ausscheidungsfahren zunächst teilweise ablöst, allerdings nicht.
Kritik hatte es vor allem aus den Topteams gegeben, die schon bislang Mühe haben, unter dem Kostendeckel zu bleiben. Angesichts größerer Aufwendungen durch zusätzliche Rennbelastung werden die Probleme nun größer - selbst wenn es keinen Unfall gibt.
Nach Informationen von "motorsport-total.com" haben sich Teams und Formel 1 am Montag als Lösung auf eine Entschädigung von 100.000 Dollar pro Rennen geeinigt, zudem dürfen die Teams 50.000 Dollar je Station aufwenden, die nicht unter die Budgetobergrenze fallen.

Akzeptanz bei den Fans noch ungewiss

Auf der Gegenseite erwartet die Rennställe durch das Qualifying im Rennformat, wie es schon in anderen Rennserien üblich ist, erhöhte Medienpräsenz.
Die Frage wird nun, wie die Fans das weitere Aufblasen der Königsklasse annehmen - mit 23 Stationen steckt die Formel 1 trotz Corona ohnehin schon in einer Saison von nie dagewesenem Ausmaß.

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