Dort verwies er darauf, dass der Kanadier für seinen Sitz bezahlt habe und dass der Aufstieg im Motorsport anders funktioniere als in anderen Sportarten. Zudem benutzte er in einer Liedzeile Vulgärsprache gegen Latifi.
Doch Ticktum teilte mit, die Trennung von Williams sei bereits vor diesem Vorfall erfolgt, da es für ihn im kommenden Jahr kein Cockpit in der Formel 1 gebe. Zudem dankte er Williams für die "Gelegenheit" und äußerte seine Hoffnung, in der Zukunft wieder zusammenzuarbeiten. Bei Williams stehen nun noch die Entwicklungsfahrer Jack Aitken, Jamie Chadwick und Roy Nissany unter Vertrag, aber nur Aitken ist im Besitz einer Superlizenz.

Rammstoß verschafft Ticktum traurige Berühmtheit

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Williams ist bereits das zweite Formel-1-Team, das die Zusammenarbeit mit dem talentierten, aber charakterlich nicht immer einfachen Ticktum beendet hat. 2017 war er in das Nachwuchsprogramm von Red Bull aufgenommen worden, zwei Jahre später wurde er jedoch vor die Tür gesetzt. Anschließend fand er bei Williams ein neues Zuhause.
Sein "Bad-Boy"-Image hatte sich Ticktum bereits 2015 eingehandelt, nachdem er in der britischen Formel 4 hinter dem Safety-Car Autos überholt und mit voller Absicht einen Kontrahenten gerammt hatte. Danach erhielt er eine zweijährige Sperre für sämtliche Motorsportserien, ein Jahr wurde allerdings zur Bewährung ausgesetzt.
Ticktum kam aber stark zurück und gewann 2017 und 2018 jeweils den legendären Macau-Grand-Prix für Formel-3-Fahrzeuge, 2018 wurde er zudem Vizemeister der Formel-3-Europameisterschaft.
Nach zwei schwierigen Jahren kehrte Ticktum in diesem Jahr sportlich in die Erfolgsspur zurück und belegt zur Halbzeit der Formel-2-Saison den vierten Platz in der Gesamtwertung. Seine Motorsport-Zukunft ist nach der Trennung von Williams jedoch völlig offen.
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