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Todt: "Michael kämpft und wird es weiter tun"

Todt: "Michael kämpft und wird es weiter tun"
Von SID

10/01/2019 um 12:59Aktualisiert 10/01/2019 um 13:21

FIA-Präsident Jean Todt will noch viele Formel-1-Rennen gemeinsam mit Michael Schumacher im TV sehen.

"Michael kämpft und wird es weiter tun", sagte der Franzose, der als Ferrari-Teamchef mit Schumacher in den Jahren 2000 bis 2004 fünf WM-Fahrertitel nach Maranello holte: "Alles andere ist privat, und es ist richtig, dass es so bleibt."

Todt gehört zum kleinen Kreis derer, die Schumacher nach dessen folgenschwerem Skiunfall am 29. Dezember 2013 regelmäßig sehen. Zusammen mit Schumacher habe er in den letzten Jahren schon etliche Rennen vor dem Fernseher verfolgt: "Und wir werden noch viele gemeinsam sehen."

Zu diesen engen Vertrauten gehört auch Ross Brawn, als "Superhirn" von Benetton und Ferrari maßgeblich an allen sieben WM-Titeln von Schumacher beteiligt. "Ich bin in ständigem Kontakt mit Corinna Schumacher, und ich unterstütze ihre Haltung, nichts nach außen dringen zu lassen", sagte Brawn der Nachrichtenagentur PA: "Seine Privatsphäre war Michael immer sehr wichtig, das sollten wir einfach alle akzeptieren und respektieren."

Todt und Brawn sind beide davon überzeugt, dass Schumachers Sohn Mick eine erfolgreiche Zukunft im Rennsport hat. "Er hat mit dem Vater zusammen im Kart begonnen, danach hat er sein Schicksal selbst in die Hand genommen", sagte Todt. Es sei nicht einfach, "weil die Erwartungen wegen seines Namens sehr groß sind", aber Mick habe alle Voraussetzungen, um es in die Formel 1 zu schaffen.

Das glaubt auch Brawn: "Der Name ist eine schwere Last, aber Mick macht das mit großer Umsicht und Intelligenz sehr gut." Er hoffe sehr, Schumacher junior eines Tages in der Formel 1 begrüßen zu dürfen: "Aber noch wichtiger ist, dass er seinen eigenen Weg in Ruhe weitergeht, ohne irgendwelche unnötigen Erwartungen erfüllen zu müssen."

Todt lobt außerdem vor allem Schumachers Ehefrau Corinna. "Sie ist außerordentlich, eine bescheidene Frau, die der Familie stets Priorität eingeräumt hat", sagte der Franzose. Schumacher habe trotz seiner großen Erfolge immer wie ein ganz normaler Mensch leben wollen: "Und dank Corinnas Hilfe hat er das auch geschafft.

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