Dritter wurde Lucas di Grassi (Abt-Audi). Für die deutschen Fahrer gab es beim zweiten Rennen des "Heimspiels" wenig bis nichts zu holen. Lediglich Andre Lotterer (Porsche) gewann als Neunter zwei Meisterschaftspunkte. Rene Rast (Abt-Audi, 13.), Daniel Abt (Nio, 17.) und Maximilian Günther (BMW-Andretti, Ausfall) verpassten die Top 10.

Titel scheint da Costa kaum mehr zu nehmen

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Mit dem erneuten Sieg baute Felix da Costa seine Führung in der Meisterschaft weiter aus. Vier Rennen vor dem Saisonende hat er bereits 68 Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Stoffel Vandoorne (Mercedes). Trotz des von außen betrachtet souveränen Siegs meint Felix da Costa:

"Das war hart. Es gab kaum einen Moment, an dem ich nicht in den Rückspiegel schauen musste. Beim ersten Attack-Mode war es eng, aber er [Buemi] hat mir Platz gelassen." Der Moment nach Felix da Costas erster Aktivierung des Attack-Mode war aber der einzige, an dem Buemi ihm wirklich nahe kam. "Danach mussten wir ein wenig mit der Energie haushalten, haben es aber gut hinbekommen", so Felix da Costa.

Während Buemi am Ende recht ungefährdet auf Rang zwei fuhr, musste sich di Grassi Rang drei hart gegen Robin Frijns (Virgin) erkämpfen. Fünfter wurde Vandoorne, der zudem den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde erhält und in der Meisterschaft einen Sprung auf Platz zwei machte, nachdem Mitch Evans (Jaguar, 12.) erneut leer ausging.

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Spektakuläres Überholmanöver von Vandoorne

Vandoorne zeigte zudem das Überholmanöver des Rennens, als er mit Hilfe des Attack-Modes in einem Zug an Sam Bird (Virgin) und Oliver Rowland (Nissan-e.dams) vorbei ging. Die beiden Briten kamen hinter Vandoorne auf den Rängen sechs und sieben ins Ziel. Edoardo Mortara (Venturi), Lotterer, der an seine Form vom Vortag nicht anknüpfen konnte und Jean-Eric Vergne (DS-Techeetah) komplettierten die Top 10.

Trotz Rang 13 zeigte Rast bei seinem zweiten Formel-E-Rennen für Audi erneut eine solide Leistung. Denn nach Problemen im Qualifying war er (ebenso wie BMW-Andretti-Pilot Alexander Sims) aus der Box gestartet. Sims kam jedoch nur auf Rang 20 ins Ziel.

Die beiden Schweizer Nico Müller (Dragon) und Neel Jani (Porsche) gingen als 14. und 16. ebenso leer aus wie Abt, der sich im Nio auch heute schwer tat. Nach seiner Disqualifikation am Mittwoch erlebte Günther erneut ein Rennen zum Vergessen. Nach einer Kollision musste er zunächst zu einem Wechsel der Fahrzeugnase an die Box fahren und fiel dadurch an Ende des Feldes zurück. In Runde 29 stellte der Deutsche seinen Boliden an der Box ab.

Nächstes Rennen am Samstag auf anderer Strecke

Unglücklich verlief das Rennen für Nyck de Vries (Mercedes), der in der Anfangsphase des Rennens aggressiv fuhr und zeitweilig auf Rang drei lag. In Runde 15 rollte sein Auto dann ohne Vortrieb aus. Danach kam es zu einer kuriosen Szene, denn de Vries schob das Auto eigenhändig von der Strecke. Dafür war er aber entgegen dem Reglement ohne Freigabe des Rennleiters ausgestiegen, was ihm eine Untersuchung der Sportkommissare einbrachte.

Weiter geht es mit dem Formel-E-Finale in Berlin am Samstag (8. August). Dann wird ab 19:00 Uhr das dritte der sechs Rennen gestartet - auf dem klassischen Layout in normaler Fahrtrichtung.

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