Die Formel E hat bereits ein neues Chassis zur Saison 2018/19 ausgeschrieben, während der aktuelle Bolide sich ab der kommenden Saison optisch ändern wird. Agag sieht keinen Grund, vom Einheitschassis abzuweichen.

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"Wir wollen niemals den Wettbewerb auf Chassis-Seiten öffnen", stellt der Spanier gegenüber 'Autosport' die Szene vor vollendete Tatsachen. Aktuelle ist der Antriebsstrang in der Elektro-Meisterschaft freigestellt, eine Öffnung des Wettbewerbs auf dem Batteriesektor war angedacht, wurde aber gemeinsam mit dem Chassis-Wettbewerb fallen gelassen.
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Batteriesektor liberalisieren

Der Batteriesektor soll aber irgendwann in der Zukunft liberalisiert werden: "Dieser Tag wird kommen, aber in Sachen Chassis wird alles dasselbe bleiben", so Agag. "Das ist keine Chassis-Meisterschaft und es geht auch nicht um Aerodynamik. Es geht um Elektrotechnologie, und das ist das, worauf wir uns konzentrieren."

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Er verweist auf die IndyCar-Serie, in der es ein Einheitschassis (wohl aber seit der Saison 2015 freie Aerodynamik) gibt. "Es funktioniert dort sehr gut und hält das Racing nicht davon ab, spannend zu sein." Das Chassis freizustellen würde eine große Kostenexplosion verursachen. "Dafür sind wir langfristig nicht bereit und es ist auch nicht der Fokus dieser Meisterschaft", glaubt Roger Griffiths, Teamchef des Andretti-Teams in der Formel E.

Prost will Hintertür offen lassen

Alain Prost, Teammanager des e.dams-Teams, rechnet vor: "Wenn man die Regularien beim Chassis öffnen würde, dann müsste man zwangsläufig daran arbeiten. Und wenn man anfängt, Windkanäle zu benutzen, dann kostet es gleich zehn bis zwanzig Mal mehr." Für die jetzige Formel E wäre das der sichere Tod. Deshalb will man die Büchse der Pandora gleich von vorn herein geschlossen halten. Griffiths betont, wie wichtig langfristige Stabilität ist, um die Meisterschaft nachhaltig nach vorn zu bringen.

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Alain Prost hingegen hält es für den falschen Weg, Chassiswettbewerb bereits ein für alle Mal zu begraben: "Für mich wäre das ein zweiter oder dritter Schritt. Sollten wir in diese Situation kommen, würde das bedeuten, dass die Disziplin ein großer Erfolg wäre." Griffiths entgegnet: "Wenn wir beim Chassis einen Wettbewerb zulassen, dann würden wir zur Formel 1 werden." Und diese ist momentan nicht für ein nachhaltiges Geschäftsmodell bekannt.
Das ist aber ohnehin Zukunftsmusik. Die Formel E hat bereits eine Ausschreibung für ein Chassis ab der Saison 2018/19 gestartet. 'Autosport' zufolge will Dallara/Spark in seiner Rolle weitermachen. Das Chassis würde dann für drei bis vier Jahre zum Einsatz kommen, sodass die Chassis-Diskussion frühestens im kommenden Jahrzehnt wieder akut werden wird. Die Entscheidung, wer den Zuschlag erhält, wird am 24. Juni dieses Jahres fallen.
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