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Formel E 2019/20: Nissan e.dams bestätigt Buemi neben Rowland, aber ...

Formel E 2019/20: Nissan e.dams bestätigt Buemi neben Rowland, aber ...
Von Motorsport.com

05/09/2019 um 16:23Aktualisiert 05/09/2019 um 16:59

Sebastien Buemi bleibt dem DAMS-Team in der Formel E für eine sechste Saison erhalten, aber es gibt noch Fragezeichen hinter Überschneidungen mit der WEC Das Fahreraufgebot von Nissan e.dams für die Saison 2019/20 der Formel E steht. Neben Oliver Rowland, der dem Vernehmen nach vor Beginn der Saison 2018/19 einen Einjahresvertrag mit Option für ein zweites Jahr, basierend auf den Leistungen seiner

Sebastien Buemi bleibt dem DAMS-Team in der Formel E für eine sechste Saison erhalten, aber es gibt noch Fragezeichen hinter Überschneidungen mit der WEC

Das Fahreraufgebot von Nissan e.dams für die Saison 2019/20 der Formel E steht. Neben Oliver Rowland, der dem Vernehmen nach vor Beginn der Saison 2018/19 einen Einjahresvertrag mit Option für ein zweites Jahr, basierend auf den Leistungen seiner Rookie-Saison unterzeichnet hat, bleibt auch Sebastien Buemi dem Team erhalten.

Buemi fährt in der Elektrorennserie bereits seit der Premierensaison 2014/15 für das DAMS-Team, wobei dieses bis einschließlich 2017/18 als Renault e.dams auftrat. Dann erfolgte der Wechsel zu Nissan, einer Marke, die wie Renault zur Automobilallianz Renault-Nissan-Mitsubishi zählt.

Zwei Terminüberschneidungen mit WEC - bleibt es dabei?

Mit Blick auf die neue Saison steht Buemi allerdings vor dem Problem, dass sich nach aktuellem Stand der Dinge zwei Rennen mit seinen Verpflichtungen für Toyota in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) überschneiden. Es handelt sich dabei um die beiden noch nicht bestätigten Austragungsorte im Formel-E-Kalender 2019/20.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass in diesen beiden Fällen Toyota den Vorzug gegenüber Nissan e.dams erhält. Allerdings lässt ein Nissan-Sprecher auf Nachfrage von 'Motorsport.com' wissen: "Seb wartet noch darauf, dass der Kalender endgültig bestätigt wird."

Sebastien Buemi

Ob Buemi alle Rennen der neuen Saison fahren darf, ist noch nicht sicher

Foto: LAT

Die WEC kam der Formel E bereits entgegen, indem man die 6 Stunden von Spa 2020 eine Woche nach vorn verlegt und damit eine Terminkollision vermieden hat. Nun könnte im Gegenzug der Formel-E-Kalender kurzfristig noch an den WEC-Kalender angepasst werden (müssen). Über nur eine oder sogar gar keine Überschneidung würde sich insbesondere Buemi freuen.

Nissan-Motorsportchef: "Außerordentlich starke Fahrerpaarung"

Seine Vertragsverlängerung bei Nissan e.dams kommentiert Buemi derweil mit den Worten: "Wir waren in der fünften Saison schnell und ich hoffe, auf diesem Schwung aufbauen zu können. Es kommen einige neue Hersteller dazu, aber wir haben als Team jetzt mehr Erfahrung. Das wird uns konkurrenzfähiger machen." Mit neuen Herstellern meint der Schweizer Mercedes und Porsche, die zur neuen Saison 2019/20 werksseitig in die Formel E einsteigen.

In der ersten Saison unter dem Nissan-Banner fuhr Buemi 2018/19 zu einem Saisonsieg (New York) und beendete die Gesamtwertung hinter Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) als Vizechampion. "Sebastiens Fahrt auf den zweiten Tabellenplatz und seine Einstellung als Teamplayer haben es uns leicht gemacht, ihn auch in unser Aufgebot für die sechste Saison aufzunehmen", erklärt Nissan-Motorsportchef Michael Carcamo.

Sebastien Buemi, Oliver Rowland

Nissan e.dams geht in die zweite Saison mit dem bewährten Fahrerduo Buemi/Rowland

Foto: LAT

Angesprochen darauf, dass die Teambesetzung mit Rowland und Buemi für eine zweite Saison intakt bleibt, sagt Carcamo: "Oliver hat sich als schnell lernfähig entpuppt. Wir haben uns rasch daran gewöhnt, seinen Namen ganz oben in den Zeitenlisten zu finden. Es besteht kein Zweifel daran, dass wir eine außerordentlich starke Fahrerpaarung haben."

Rowland ist bereit für erste Rennsiege

Buemi selbst freut sich ebenfalls, dass die Zusammenarbeit mit Rowland weitergeht, will den Briten am Saisonende aber ein weiteres Mal hinter sich lassen. "Oliver als Teamkollege zu haben, ist großartig. Kontinuität ist einfach wichtig. Da wir schon ein Jahr lang zusammen gearbeitet haben, wird uns das noch stärker machen. Oliver war vergangene Saison sehr stark, aber ich will ihn schlagen. Ein schneller Teamkollege macht einen selber zu einem besseren Fahrer."

Und was sagt Rowland? "Ich hatte eine großartige erste Saison", spricht der Brite auf seinen zehnten Tabellenplatz in Kombination mit zwei zweiten Plätzen in den Rennen an. "Jetzt ist es an der Zeit, dass ich mich vernünftig auf meine zweite Saison vorbereite, um noch stärker zu sein. Ich kam ja mit sehr wenig Erfahrung in die vergangene Saison, habe mich aber, so glaub ich, gut angepasst. Im Team fühle ich mich wohl, denn ich spüre jede Menge Unterstützung."

Oliver Rowland

Oliver Rowland fuhr in seiner Rookie-Saison zu zwei Podestplätzen und Gesamtplatz 10

Foto: LAT

"Meine erste Saison zusammen mit Seb war grandios", so Rowland weiter, "und ich hoffe, dass wir uns gegenseitig noch weiter antreiben können, um das Team als Ganzes weiter nach vorn zu bringen. Ich selbst möchte noch konkurrenzfähiger sein und will damit anfangen, Rennen zu gewinnen."

Nach Doppelmotor-Verbot: Die Zeit drängt

In der Teamwertung belegte Nissan e.dams in der Saison 2018/19 den vierten Platz. Neben Buemis Sieg in New York gelangen dem Team insgesamt sechs Pole-Positions. Allerdings stand insbesondere die erste Saisonhälfte auch im Zeichen zahlreicher technischer Probleme.

Der von Nissan in Eigenregie entwickelte Doppelmotor wurde vom Automobil-Weltverband (FIA) für 2019/20 verboten. Um sich auf die neue Technologie einzustellen, bleibt dem Team nicht mehr viel Zeit. Mitte Oktober steht in Valencia der offizielle Vorsaisontest auf dem Programm. Der Saisonauftakt steht für den 22./23. November in Form des Double-Headers in Riad (Saudi-Arabien) im Terminkalender.

Mit Bildmaterial von LAT.

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