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Formel-E-Saisonfinale New York: Audi könnte zur Teamorder greifen

Formel-E-Saisonfinale New York: Audi könnte zur Teamorder greifen
Von Motorsport.com

13/07/2019 um 11:10Aktualisiert 13/07/2019 um 11:29

Obwohl beide Fahrer vor dem Saisonfinale der Formel E noch rechnerische Titelchancen haben, könnte Audi Lucas di Grassi durch Teamorder helfen Zu den acht Fahrern, die an diesem Wochenende bei den beiden Finalrennen der Formel-E-Saison 2018/19 in New York theoretisch noch Meister werden können, gehören mit Lucas di Grassi und Daniel Abt beide Fahrer des Werksteams von Audi. Da jedoch nur di Grassi

Obwohl beide Fahrer vor dem Saisonfinale der Formel E noch rechnerische Titelchancen haben, könnte Audi Lucas di Grassi durch Teamorder helfen

Zu den acht Fahrern, die an diesem Wochenende bei den beiden Finalrennen der Formel-E-Saison 2018/19 in New York theoretisch noch Meister werden können, gehören mit Lucas di Grassi und Daniel Abt beide Fahrer des Werksteams von Audi. Da jedoch nur di Grassi realistische Titelchancen hat, würde das Team ihm im Zweifelsfall durch Teamorder helfen.

"Zunächst einmal müssten wir auf den Plätzen eins und zwei liegen, aber wenn sich die Meisterschaft dadurch entscheidet, wissen unsere Fahrer bescheid", sagt Teamchef Allan McNish zu 'Motorsport.com'. Di Grassis Rückstand auf Tabellenführer Jean-Eric Vergne (DS-Techeetah) beträgt 32 Punkte, Abt liegt 55 Punkte hinter dem Franzosen zurück.

Allerdings sagt McNish, dass das Thema Teamorder heikel und nur die letzte Option sei. "Ich kenne das aus beiden Positionen. Man gibt dem einen etwas, nimmt dem anderen aber etwas weg. Damit muss man sehr vorsichtig sein", so der Teamchef.

"Man muss aber verstehen, dass wir mit einem bestimmten Ziel hierher gekommen sind, und dieses Ziel ist klar", stellt McNish die Teaminteressen über die der Fahrer. "Es wird auf jeden Fall ziemlich schwierig. Ich würde zum jetzigen Zeitpunkt nichts ausschließen, aber geplant ist es nicht."

Abt hat sich moralisch bereits darauf eingestellt, dass er di Grassi im Zweifelsfall vorbeilassen muss. "Ich bin mir bewusst, was passieren kann. Und wenn es notwendig sein wird, dann wird es passieren", sagt der Deutsche. "Das ist völlig legitim. Wenn bei einem Finale ein Fahrer vorne liegt und ich aufgefordert werde, das zu tun, dann ist das mein Job."

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Auch im Team DS-Techeetah haben beide Fahrer noch rechnerische Titelchancen, doch auch Andre Lotterer ist sich bewusst, dass er angesichts von 44 Punkten Rückstand auf Vergne im Zweifelsfall für seinen Teamkollegen fahren muss.

"Erst einmal müssen wir abwarten, wie das Qualifying läuft", sagt Lotterer. "Rechnerisch kann ich noch gewinnen, aber ich bin realistisch. Der Rückstand ist groß und wir fahren im selben Team. Und das will den Titel am Samstag klarmachen. Bei dem Vorsprung ist es klar, dass man alle Risiken ausschließen will."

Mit Bildmaterial von LAT.

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