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Vergne tobt: "Einige Jungs haben wirklich dumme Sachen gemacht"

Vergne tobt: "Einige Jungs haben wirklich dumme Sachen gemacht"

14/07/2019 um 11:39Aktualisiert 14/07/2019 um 11:46

Selbst gemessen an den bisherigen Rennen der Formel E in der Saison 2018/19 war das erste Rennen des Saisonfinales in New York besonders turbulent. Eine Vielzahl von Kollisionen und Berührungen prägte den ePrix, im Ziel war kaum ein Auto unbeschädigt. Besonders betroffen war Tabellenführer Jean-Eric Vergne, der gleich zweimal in Zwischenfälle verwickelt wurde - und hinterher starke Kritik übte.

Das Rennen sei "für den Motorsport schlimm" gewesen, erklärt Vergne im Gespräch mit "Motorsport-Total.com" und fährt fort:

"Das fahrerische Niveau war sehr schlecht. Es sah aus wie ein Rennen mit Leihkarts. So viele Berührungen, das ist hässlich. Das war kein Formelsport und kein schönes Rennen. Schrecklich. Einige Jungs haben wirklich dumme Sachen gemacht. Manche haben vor der Haarnadel im letzten Moment gebremst und sind einfach in andere reingefahren. Ich weiß nicht, was da heute los war, es ist verrückt."

Der Franzose war schon unmittelbar nach dem Start Opfer einer Kollision geworden. Nach einer Berührung zwischen Sam Bird (Virgin) und Jose-Maria Lopez (Dragon) konnten Vergne und sein Teamkollege André Lotterer nicht mehr ausweichen. Vergne musste in der Box die beschädigte Nase wechseln lassen und fiel ans Ende des Feldes zurück.

Formel E: Vergne weiter mit Titelchancen

Von dort aus kämpfte er sich aber wieder bis in die Top 10 nach vorne, doch in der letzten Runde kollidierte Vergne dann - nicht ganz unschuldig - mit Felipe Massa (Venturi), was einen Massenunfall auslöste. Mit schwer beschädigtem Auto kam der Franzose auf Rang 15 ins Ziel.

Da sein Titelrivale Lucas di Grassi (Audi) auf Rang fünf fuhr, schrumpfte Vergnes Vorsprung in der Meisterschaft vor dem letzten Saisonrennen am Sonntag (ab 22:00 Uhr live im Eurosport Player) auf 22 Punkte. Vergne ist dennoch zuversichtlich, dass er heute als erster Fahrer in der Geschichte der Formel E seinen Titel verteidigen kann.

"Ich habe einen guten Vorsprung und ein gutes Auto. Ich hätte es gerne heute erledigt, aber nun muss es halt morgen sein. So einfach ist das", sagt er. Zum Titelgewinn würde Vergne im Rennen auf jeden Fall ein sechster Platz reichen. Wenn di Grassi im Qualifying nicht auf die Pole Position fährt, reicht Vergne sogar ein achter Platz, selbst wenn di Grassi das Rennen gewinnen und die schnellste Rennrunde fahren würde.

Video - Chaos in letzter Runde: Massenkarambolage um Massa und Vergne

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