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Nullrunde im Aufstiegsrennen: Köln-Spiel abgesagt, HSV mit bitterer Pleite

Nullrunde im Aufstiegsrennen: Köln-Spiel abgesagt, HSV mit bitterer Pleite
Von SID

17/03/2019 um 16:00Aktualisiert 17/03/2019 um 17:05

Pleiten, Patzer, Pannen: Die Aufstiegskandidaten der 2. Liga blieben am Wochenende gänzlich ohne Punkte. Während Spitzenreiter 1. FC Köln witterungsbedingt zum Nichtstun gezwungen war, erlebte der Hamburger SV gegen Darmstadt 98 einen ganz bitteren Nachmittag. Auch der FC St. Pauli erlitt gegen den SV Sandhausen eine Klatsche. So lief das Wochenende in der zweiten Bundesliga:

Last-Minute-Schock für Hamburg, Zwangspause für Köln - Dämpfer für Berlin, Debakel für St. Pauli: Die "Nullrunde" im Aufstiegsrennen der 2. Liga kannte fast nur Verlierer.

Den größten Rückschlag der vier Erstliga-Anwärter erlebte der Hamburger SV. Nach der 2:3-Heimpleite nach 2:0-Führung gegen Darmstadt 98 waren die Profis von sich selbst geschockt.

HSV schenkt Vorsprung her

"Das hätte uns niemals passieren dürfen", resümierte Torjäger Pierre-Michel Lasogga. Nur sechs Tage nach der rauschhaften Derby-Party (4:0) herrschte im Volkspark mal wieder Katerstimmung. Anstatt als Tabellenführer mit reichlich Vorsprung auf den Relegationsrang in die Länderspielpause zu gehen, bleibt der HSV Zweiter - und die Spitze der 2. Liga eng beisammen.

"Wir hatten die Chance, auf sechs Punkte wegzuziehen. Das haben wir nicht geschafft", sagte Offensivmann Khaled Narey: "Die Niederlage müssen wir jetzt intensiv aufarbeiten." Und Berkay Özcan meinte:

"Das wird ein paar Tage dauern. Vielleicht ist es ganz gut, das jetzt erstmal eine Pause ist."

Bakery Jatta (5.) und Lasogga per Foulelfmeter (16.) hatten vor fast 55.000 Zuschauern für eine scheinbar komfortable Führung des HSV gesorgt, ehe Marvin Mehlem (52.) und Tobias Kempe (82.) ausglichen und erneut Mehlem mit der letzten Aktion des Spiels (90.+2) schließlich für den ersten Darmstädter Dreier nach zehn Auswärtsspielen ohne Sieg sorgte.

1. FC Köln muss pausieren

Auch Liga-Primus Köln verpasste die Chance, sich weiter abzusetzen. Nach vier Siegen in Serie wurden die Rheinländer allerdings von höheren Mächten ausgebremst, das für Sonntag angesetzte Spiel beim MSV Duisburg fiel den miesen Platzverhältnissen zum Opfer. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Ganz andere Sorgen hat zurzeit der FC St. Pauli. Die 0:4 (0:2)-Pleite beim Abstiegskandidaten SV Sandhausen bedeutete das zweite Debakel hintereinander. "Das war absolut gurkenhaft", sagte Mittelfeldspieler Marvin Knoll der "Hamburger Morgenpost". Trainer Markus Kauczinski bemängelte einmal mehr, dass man eben keine Spitzenmannschaft sei.

Das stimmt: Als Vierter liegt St. Pauli weiterhin sieben Punkte hinter einem Aufstiegsplatz und vier hinterm Relegationsrang.

Dabei hatte Union Berlin zum Auftakt des 26. Spieltags gepatzt. Das Team von Trainer Urs Fischer verlor beim 1. FC Heidenheim trotz Führung noch mit 1:2 (1:0). Robert Zulj (22.) hatte die Berliner in Heidenheim in Führung gebracht, ehe in der zweiten Halbzeit Robert Glatzel (48.) und Marc Schnatterer (56.) das Spiel zugunsten der Gastgeber drehten.

Dynamo Dresden spielt Remis

Im Tabellenkeller setzte Schlusslicht FC Ingolstadt seine Niederlagenserie unterdessen unvermindert fort. Das 1:3 (0:0) beim SC Paderborn bedeutete für die "Schanzer" bereits die vierte Pleite in Folge - und eine ganz bittere noch dazu: Denn Konstantin Kerschbaumer (53.) hatte den FCI mit seinem Führungstreffer vom fünften Saisonsieg träumen lassen, ehe Philipp Klement (75.) und Christopher Antwi-Adjej (77./86.) die Partie für Paderborn drehten.

Partystimmung herrschte dagegen bei Sandhausen. Der Kantersieg gegen St. Pauli bedeutete für das Team von Trainer Uwe Koschinat nicht bloß den zweiten Sieg in Serie - sondern auch den Sprung vom vorletzten Platz auf Rang 15.

Magdeburg holte beim 1:1 (1:0) im Ostduell bei Dynamo Dresden zumindest einen Punkt und rangiert auf dem Relegationsplatz. Björn Rother (43.) erzielte das Führungstor für die Gäste vor 30.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena. Lucas Röser (86.) glich für die Sachsen aus.

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