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Traumtore von Didavi und González bringen VfB drei Punkte

Traumtore von Didavi und González bringen VfB drei Punkte

02/09/2019 um 22:24Aktualisiert 02/09/2019 um 22:41

Der VfB Stuttgart hat am fünften Spieltag der zweiten Liga den dritten Sieg gesichert. In der Mercedes-Benz-Arena gab es ein 2:1 (1:1) gegen den VfL Bochum. Daniel Didavi (19.) und Nicolas González (48.) erzielten die Tore für das Team von Trainer Tim Walter, das nach dem Abstieg noch ungeschlagen ist. Bochum setzte einige gute Konter, doch VfB-Keeper Gregor Kobel erwischte einen exzellenten Tag.

So lief das Spiel:

Spiel eins nach der Entlassung von Ex-Trainer Robin Dutt beim VfL Bochum: Die "Graumäuse" gingen mit ambitionierten Zielen in die Saison, rangierten vor der Partie gegen den VfB Stuttgart allerdings auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der VfB hatte hingegen die Möglichkeit, mit einem Sieg auf den zweiten Platz vorzurücken. Es war ein Spiel mit zwei sehr unterschiedlichen Vorzeichen.

Die Stuttgarter brachten ihre Favoriten-Rolle von Beginn an auf den Rasen, zeigten starken Kombinationsfußball im letzten Spielfelddrittel und erspielten sich eine Fülle an guten Torchancen. Bochum kam nicht in Schlagdistanz, lief zunächst nur hinterher. In der 19. Minute folgte die verdiente Führung der Süddeutschen. Philipp Klement spielte einen starken Vertikalpass in die linke Strafraumhälfte auf Daniel Didavi, der den Ball gut mitnahm und eiskalt aus zehn Metern volley verwandelte.

Auf das 1:0 folgten gute Angriffe und viele Chancen, das nächste Tor folgen zu lassen, doch vor dem Tor zeigten sich die Stuttgarter nicht zielstrebig genug. Während sie vorne gute Möglichkeiten vergaben, waren sie defensiv extrem anfällig. Bochum machte zwar kein gutes Spiel, kam dennoch sehr einfach vor das VfB-Gehäuse und nutzte die großen Abwehrschwächen der Stuttgarter gut aus. Allen voran Silvère Ganvoula war offensiv sehr auffällig und ließ Holger Badstuber und Nathaniel Phillips oftmals schlecht aussehen.

In der 40. Minute fiel schließlich der Ausgleich für den VfL Bochum nach einer erneuten Einladung der VfB-Defensive. Nach einem Eckball von der linken Seite, stand Ganvoula völlig blank und ungedeckt am zweiten Pfosten, nahm den Ball in aller Ruhe an und verwandelte flach ins rechte Toreck.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wechselte Tim Walter Nicolás González für den unauffälligen Hamadi Al Ghaddioui ein und beweis mit dieser Entscheidung ein goldenes Händchen. In der 48. Minute kam der Offensivmann nach Zuspiel von Gonzalo Castro in der rechten Strafraumhälfte an den Ball, zog nach innen und schweißte die Kugel unhaltbar aus elf Metern in den linken Torwinkel - das 2:1-Führungstor.

In der Folge ging der VfB mit viel Antrieb auf den dritten Treffer. Auch der VfL Bochum verzeichnete noch ein paar gute Kontergelegenheiten, war jedoch nicht mehr so gefährlich, wie noch im ersten Durchgang. So hielten die Stuttgarter ihren Kasten in der zweiten Halbzeit sauber und kamen zum verdienten Sieg, der die Schwaben in der Tabelle weit nach oben katapultierte.

Die Stimmen:

Sven Mislintat (Sportdirektor VfB Stuttgart): "Ich glaube, wir hatten die Torchancen, nochmal nachzulegen, natürlich ein, zwei Sachen zugelassen - alles in allem ein sehr verdienter Sieg für uns. Wir sind der VfB Stuttgart und das Projekt Wiederaufstieg ist ausgegeben."

Anthony Losilla (VfL Bochum): "Am Ende fehlt uns nur ein Tor. Wir haben unsere Chancen gehabt, nach einer Anfangsphase, in dem wir dem Gegner zu viel Platz gegeben haben. Wenn du die Tore nicht machst - gegen so einen Gegner - dann verlierst du."

Das fiel auf: Goldjunge Wamangituka

Stolze acht Millionen Euro investierte der VfB Stuttgart für Silas Wamangituka. Der 19-jährige Kongolese wechselte vom französischen Zweitligisten Paris FC zu den Schwaben und machte in seinem ersten Spiel von Beginn an deutlich, weshalb die Stuttgarter den Transfer-Rekord in der 2. Bundesliga brachen und so viel Geld nach Frankreich überwiesen (nur Davie Selke kostete RB Leipzig in der Saison 2015/16 ebenfalls acht Millionen Euro Ablöse).

Der 1,89 Meter große Flügelspieler ist extrem schnell, zudem technisch versiert. In der Offensive beweist Wamangituka ein gutes Auge - und das bereits in jungen Jahren. Dem VfB Stuttgart scheint mit dem 19-Jährigen ein echter Transfercoup gelungen zu sein.

Der Tweet zum Spiel:

Ein Traumtor zum Sieg.

Die Statistik: 0

Der VfL Bochum ist durch die Niederlage beim VfB Stuttgart schon früh im Abstiegskampf angekommen. Die Bochumer warten nach fünf Spielen noch immer auf den ersten Sieg, verbuchten bis dato lediglich zwei Remis und kassierten drei Niederlagen. Für eine Mannschaft, die sich vor der Saison große Ziele steckte, ist diese Situation absolut unbefriedigend.

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