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Nürnberg am Abgrund: Keller muss wohl schon vor der Relegation gehen

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Jens Keller erhält Unterstützung vom Sportvorstand

Fotocredit: SID

VonEurosport
29/06/2020 Am 11:19 | Update 29/06/2020 Am 14:13

Der 1. FC Nürnberg steht mal wieder am Abgrund - und greift zum letzten Strohhalm: Trainer Jens Keller muss wohl schon vor der Abstiegsrelegation gehen. Marek Mintal und Nachwuchschef Michael Wiesinger sollen angeblich anstattdessen den absoluten Super-Gau bei den Franken verhindern. Keller geht jedoch davon aus, dass er das Team in den entscheidenden Relegations-Spielen coachen wird.

Wenn sich sogar Uli Hoeneß um den 1. FC Nürnberg sorgt, ist klar: Der Club steht mal wieder am Abgrund. "Ich möchte unbedingt, dass der 1. FC Nürnberg in der 2. Liga bleibt", sagte der langjährige Patron von Bayern München dem BR. Und weil die Club-Verantwortlichen genau so denken, greifen sie zum letzten Strohhalm. Trainer Jens Keller muss wohl noch vor der Relegation gehen.

Fan-Idol Marek Mintal und Nachwuchschef Michael Wiesinger, berichtete die "Bild", sollen in den Duellen mit dem Drittliga-Dritten am 7. und 11. Juli den völligen Absturz verhindern. Das Duo stand bereits in der Bundesliga-Saison 2013/14 gemeinsam in der Verantwortung, damals stiegen die Franken nach Wiesingers Entlassung ab. Mintal blieb und bekleidete seither verschiedene Positionen im Verein, Wiesinger kehrte im September 2019 als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums zurück.

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Palikuca: "Es fehlt die Kontinuität"

"Ich gehe davon aus, dass ich Trainer in der Relegation bin", sagte Keller nach dem 1:1 bei Holstein Kiel am Sonntag und dem Absturz des Bundesliga-Absteigers auf Platz 16. Gerne hätten er und die Mannschaft "den Sack zugemacht", meinte der 49-Jährige und ergänzte lapidar: "Jetzt müssen wir eine Ehrenrunde drehen." Allerdings ohne ihn, seine kurze Ära endet nach 229 Tagen mit 21 Spielen, in denen nur fünf Siege gelangen (acht Niederlagen).

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Kiel sei "ein Spiegelbild der ganzen Saison" gewesen, sagte der ebenfalls massiv in der Kritik stehende Sportvorstand Robert Palikuca, der nie zu einem funktionierende Krisenmanagement fand: "Es fehlt uns im Spiel einfach die Kontinuität." Wie diese jetzt plötzlich einkehren soll, ist offen. Auch die Frage, warum der schon wieder so abstürzen konnte, gab ihm Rätsel auf. "Wenn es so einfach wäre, hätten wir es schon abgestellt", sagte er.

Keller: "Müssen Energie bündeln"

Die lokalen Medien flüchteten sich in Sarkasmus. "Der Club is a Depp, der Club ist ein Depp, eben doch, leider immer wieder", schrieben die "Nürnberger Nachrichten", die "Nürnberger Zeitung" titelte: "Ein Verein zum Verzweifeln".

Die Mannschaft um Hanno Behrens, versicherte Keller, sei jedoch intakt. "Ich habe keine Resignation gesehen, sondern Aufbruchstimmung", sagte er nach einem Blick in die Kabine in Kiel. Sicher, die Enttäuschung sei groß, aber: "Jetzt müssen wir die Energie aber wieder bündeln."

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Hoeneß hätte eine Idee, wie das auch perspektivisch gelingen könnte. Es sei zwar "arrogant, wenn ich hier vom Schreibtisch Ratschläge gebe", sagte er, aber: "Ich glaube, dass es wichtig wäre, dass in den Vorstand und Aufsichtsrat sportliche Kompetenz gehört." Zudem gebe es vor Ort "genug Industrie", diese müsse eben rekrutiert werden, "dass sie genug Geld zur Verfügung stellt". Denn eines sei doch klar: "Dieses wunderbare Stadion, diese wunderschöne Stadt gehört wieder in die Bundesliga."

(SID)

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