Es droht die Schmach des Nichtaufstiegs-Triple, nach vier Spielen ohne Sieg geht die Angst um, schon wieder alles zu verspielen - natürlich macht das "etwas mit dem Kopf", sagte Trainer Daniel Thioune: "Bei uns vielleicht ein bisschen früher als anderswo."
Und deshalb gab er beim Hamburger SV für den packenden Schlussspurt um die Rückkehr in die Bundesliga ein neue Motto aus: "Birne frei, die Brust breit, der Kopf hoch – wir gehen jetzt All-In."
Eine andere Wahl hat Thioune auch gar: Der HSV muss im Poker um den Aufstieg jetzt ins Risiko gehen. Da sie es an der Elbe "nicht mehr komplett in der eigenen Hand haben", wie Thioune vor dem Nachholspiel gegen den Karlsruher SC am Donnerstag sagte.
Bundesliga
Von hinten bis vorne: An diesen Personalien arbeitet der BVB
28/04/2021 AM 14:25
Zwar zog Holstein Kiel nach dem 1:1 beim 1. FC Nürnberg am Dienstagabend (noch) nicht am HSV vorbei, aber die Störche haben als Vierter lediglich ein Pünktchen weniger auf dem Konto als der HSV auf Rang drei - und wegen Corona immer noch zwei Partien weniger ausgetragen.

Platz eins und zwei schon außer Sicht

Auf den Tabellenführer VfL Bochum und die SpVgg Greuther Fürth auf Rang zwei schauen sie nach dem Einbruch in den vergangenen Wochen schon fast gar nicht mehr in Hamburg, Platz drei und damit die Relegation zu sichern, wäre jetzt fast schon ein Erfolg. "Die bisherige Rückrunde ist völlig unbefriedigend", sagte Thioune: "Wir hätten deutlich mehr Punkte holen können und sogar müssen."
Dass Thioune nach dem Kreuzbandriss von Innenverteidiger Stephan Ambrosius nun ausgerechnet im Endspurt seine Abwehr umbauen muss, ist ohne Zweifel ein herber Schlag.
Doch der HSV werde in den vier anstehenden Aufstieg-Finals "alles rausblasen", versprach Thioune: "Denn die Mannschaft lebt zu 100 Prozent. Und dann werden wir am Ende schauen, wofür es reicht."

Kiel macht sich keinen Druck

Der Jäger aus Kiel gibt sich nach der erneuten Corona-Quarantäne und vier Punkten nach dem Restart betont cool. Die Störche könnten "befreit aufspielen", meinte Trainer Ole Werner - wohl auch ein kleiner Seitenhieb auf den HSV.
"Wir haben vier Wochen weniger trainiert als die anderen Mannschaften", sagte Werner. Und dennoch lebt der Traum vom Sensations-Aufstieg. Der Schlüssel werde "maximale Gemeinschaft und maximale Geschlossenheit", sagte Werner.

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