Der TSV 1860 München steht nach dem 3:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern zum ersten Mal seit über drei Monaten auf dem Aufstiegsrelegationsplatz der 3. Liga. Die Giesinger Träume von der Rückkehr in die 2. Bundesliga sind durch den souveränen Sieg noch einmal ein Stück konkreter geworden.
Für die Fans der Münchner Löwen war die Partie gegen den FCK möglicherweise so etwas wie eine Generalprobe für die Zweitliga-Saison in der kommenden Spielzeit. Denn Traditionsduelle könnte es dann so einige geben. Fußball-Nostalgiker sehen jetzt schon hin, was das Unterhaus ab dem 23. Juli dieses Jahres zu bieten hat.
Social-Media-Posts der Löwen-Anhänger sind in diesen Tagen oft versehen mit dem Hashtag #roadtogelsenkirchen. Es ist eine Anspielung auf ein schon bald mögliches Duell mit Schalke 04, den ersten feststehenden Zweitliga-Neuling der Saison 2021/2022.
Bundesliga
Ex-Bayern-Keeper hat kein Verständnis für Nübel-Wechsel
05/05/2021 AM 16:21
Das ausgerufene Ziel des Noch-Bundesligisten ist der direkte Wiederaufstieg, aber im "Kumpel-und-Malocher-Klub" gibt es derzeit noch weit mehr Fragezeichen als Signale von Aufbruchsstimmung. Was von den Schalkern erwartet werden kann, ist auf alle Fälle ungewiss, aber eines steht definitiv fest: Die 2. Bundesliga wird bereichert durch ein richtiges Schwergewicht des deutschen Fußballs.

HSV droht Bundesliga-Aufstieg erneut zu verpassen

Mit dem Hamburger SV geht ein weiterer Publikumsmagnet höchstwahrscheinlich in die vierte Zweitliga-Saison in Folge. Dreimal stand der HSV nach der Hinrunde immer auf einem direkten Aufstiegsplatz und auch im dritten Anlauf sieht es so aus, als ob der ehemalige Bundesliga-Dino die Rückkehr ins Oberhaus verpasst.
Mit Horst Hrubesch als Trainer versuchen die Hanseaten noch zu retten, was möglicherweise nicht mehr zu retten ist. Kaum ein Name steht wie seiner für die glorreichen Zeiten der Hamburger: Das ehemalige "Kopfballungeheuer" war bei allen drei Meisterschaften dabei und gewann 1983 zusammen mit unter anderem Uli Stein, Manfred Kaltz und Felix Magath gegen Juventus Turin den Europapokal der Landesmeister, also den Vorgänger der Champions League.
Als ehemaliger Bundesliga-Meister ist der HSV in der zweiten Liga in der kommenden Saison wohl in bester Gesellschaft: Mit Hamburg, Braunschweig, Nürnberg, Köln, Bremen und 1860 könnte es insgesamt sechs Zweitligisten geben, die die Schale schon einmal gewonnen haben.

Der HSV droht den Aufstieg in die Bundesliga erneut zu verpassen

Fotocredit: Getty Images

2. Liga: Derbys en masse winken

In diesem Szenario wäre nicht nur die Hälfte aller bisherigen Bundesliga-Meister zweitklassig, es gäbe auch jede Menge neue Derbys, allen voran der Clash im Norden zwischen dem HSV und Werder. Aber auch das Hamburger Stadtderby, das Aufeinandertreffen zwischen Köln und Düsseldorf oder das Sachsen-Derby zwischen dem aktuellen Drittliga-Tabellenführer Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue sind Nachbarschaftsduelle, die jeweils geprägt sind von einer ganz besonderen Rivalität.
Das Berliner Stadtduell hingegen könnte es bald nicht mehr geben. Während Union sogar noch Chancen auf die Europa League hat, ist Hertha BSC akut abstiegsbedroht. Trotz zahlreicher Transfers der Alten Dame mit Hilfe von Investoren-Millionen in den vergangenen Jahren, droht dem Hauptstadtklub der bittere Gang in Liga zwei.
Mit Hertha, Schalke, Hamburg und Co. wäre das Unterhaus für böse Zungen ein elitäres Sammelbecken der Gescheiterten und ein Aufeinandertreffen von Chaosklubs, bei denen Anspruch und Wirklichkeit ungefähr so weit auseinander liegen wie Madrid und Sandhausen.
Auch interessant: Nach Pokal-Klatsche gegen BVB: Kiel siegt und überholt den HSV

1860 München darf auf Zweitliga-Rückkehr hoffen

Aber die 2. Bundesliga verspricht in der kommenden Spielzeit vor allem auch Tradition, klanghafte Namen und große Stadien, die dann hoffentlich auch wieder besucht werden dürfen. Genau danach sehnen sich die Fans der Münchner Löwen, die vor drei Jahren in der Regionalliga noch nach Buchbach und Pipinsried fahren mussten.
Bis Ende Mai erfahren wir, ob die "Road to Gelsenkirchen" ihr Ziel findet und welche Traditionsvereine in der Saison 2021/2022 zweitklassig spielen dürfen oder müssen.
Was wäre das für ein Fußball-Unterhaus mit dem Hamburger SV, Schalke 04, TSV 1860 München, Dynamo Dresden, 1. FC Nürnberg, Hannover 96, St. Pauli, Karlsruher SC, Hansa Rostock und den möglichen Bundesliga-Absteigern 1. FC Köln, Arminia Bielefeld und Werder Bremen.
Das könnte Dich auch interessieren: Kuschelkurs statt Kritik: Werner lässt Silvas Frau ausflippen

Angebliche Beleidigung von Kuipers gegen PSG-Stars: Das sagt Pochettino

3. Liga
1860 schiebt sich auf Rang drei - Dresden verpasst Big Points
04/05/2021 AM 19:15
Fußball
Krawalle bei Kölner Youth-League-Spiel: "Unfassbar traurig"
VOR 14 STUNDEN