Schmidt deutete damit an, dass sogar wieder die Angst vor einem möglichen Saisonabbruch aufkeimt.
"Keiner kann garantieren, dass es die letzten Fälle waren", sagte Schmidt im Podcast des "Hamburger Abendblatts" - dabei gibt es davon im Unterhaus ohnehin schon genug. Die gesamten Mannschaften von Holstein Kiel und Hannover 96 befinden sich in Quarantäne, das Team von Jahn Regensburg kehrte nach einem Corona-Ausbruch gerade erst aus fast dreiwöchiger Zwangspause zurück. Heidenheims nächster Gegner Hamburger SV kam immerhin trotz einer Corona-Infektion des Stürmers Simon Terodde um eine Gruppen-Quarantäne herum.
Und dennoch schrillen bei Schmidt die Alarmglocken. "Man weiß nicht, was bis zum Ende der Saison noch alles passieren kann", sagte der 47-Jährige, auch er weiß: Der Spielplan ist schon jetzt durcheinandergewirbelt, und hintenraus ist kaum Puffer. Der letzte Spieltag der 2. Liga ist für den 23. Mai terminiert, am 30. Mai soll die Relegation abgeschlossen sein - denn schon tags darauf beginnt die Abstellungsperiode für die Europameisterschaft und andere Länderspiele.
Fußball
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Corona-Sorgen im Profifußball

Die derzeitige Entwicklung der Pandemie dürfte im deutschen Profifußball nicht nur Schmidt Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Die aggressive britische Virusmutante ist auf dem Vormarsch, die Inzidenz-Prognosen für die kommenden Wochen sind erschreckend. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die sich anbahnende dritte Welle trotz aller Hygienekonzepte auch die Bundesliga erreicht.
Der 1. FC Köln sagte nach einem positiven Corona-Test in seinem Funktionsteam das Mannschaftstraining am Mittwoch vorsorglich ab. Auch in der Frauen-Bundesliga ist die Sorge groß, nach drei positiven Tests bei Eintracht Frankfurt befindet sich nach einer Klubmitteilung von Dienstagabend "fast der gesamte Kader in häuslicher Quarantäne".
Am härtesten ist derzeit aber die 2. Bundesliga betroffen, vor allem Holstein Kiel stehen herausfordernde Wochen bevor. Im schlimmsten Fall drohen den Störchen nach der Länderspielpause acht Spiele binnen 29 Tagen, darunter das Halbfinale im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund am 1. Mai. Erinnerungen werden dabei wach an Dynamo Dresden, das am Ende der vergangenen Saison nach einer Team-Quarantäne sogar acht Partien binnen 22 Tagen bestreiten musste.
"Die schlichte Anzahl der Spiele ist aus meiner Sicht das kleinere Problem", sagt Dynamo-Geschäftsführer Ralf Becker dem Hamburger Abendblatt: "Das viel größere Problem bei uns war, dass wir quasi direkt aus der 14-tägigen häuslichen Quarantäne auf den Platz mussten." Kiel könnte nun die anstehende Länderspielpause zugute kommen. Doch die Alarmsignale für den Saisonendspurt bleiben.
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(SID)

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