Schalke stellte von Beginn an das dominante Team. Die Königsblauen hatten mehr Ballaktionen als die größtenteils abwartend agierenden Hannoveraner, und schafften es auch, diesen in Torchancen umzumünzen. Allerdings waren diese meist nicht zwingend, zusätzlich fehlte es im Abschluss an der notwenigen Präzision, um 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler zu bezwingen.
Die beste Chance im ersten Durchgang hatten die Gäste in der zwölften Minute. Dominick Drexler spielte zu Mehmet-Can Aydin, der rechts in den Sechzehner eindrang und das lange Eck anvisierte. Mit seinem strammen Flachschuss traf er den Pfosten. Sechs Minuten später wurde Aydin - vermutlich mit Oberschenkelschmerzen - verletzungsbedingt durch Reinhold Ranftl ersetzt.
Hannover schoss in Halbzeit eins lediglich einmal - und das aus einer geahndeten Abseitsstellung.
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Gleiches Bild nach dem Seitenwechsel. S04 war weiterhin spielbestimmend, Hannover hauptsächlich mit der Arbeit gegen den Ball beschäftigt. Die Grammozis-Truppe schraubte ihr ohnehin schon großes Plus an Torchancen nach oben, belohnte sich aber zunächst nicht für den Aufwand.
Offensiv enorm harmlose Niedersachsen retteten das 0:0 in die Schlussphase, in der es lange nach einem sehr schmeichelhaften Unentschieden für 96 aussah. Es ereigneten sich wie bereits in der ersten Halbzeit auch im zweiten Abschnitt einige Unterbrechungen, weswegen es ordentlich Nachschlag gab.
In der fünften der sechs angezeigten Minuten an Nachspielzeit erzielten die Schalker den 1:0-Siegtreffer. Drexler beförderte den Ball von links in den Strafraum, wo Victor Pálsson mit dem Kopf auf Marcin Kamiński weiterleitete. Dieser schoss aus zentraler Position halbhoch ins linke Eck. Im Tor der Hausherren befand sich zu dieser Zeit nicht mehr Zieler, denn für den angeschlagenen sechsfachen deutsche Nationalkeeper wurde in der 77. Minute Martin Hansen ins Spiel gebracht.

Die Stimme:

Marcin Kamiński (FC Schalke 04): "Ich bin sehr glücklich über das Tor. Die drei Punkte sind für uns sehr wichtig - wir haben gefeiert."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Diesmal kein "Torrodde"

Für Schalkes Knipser Simon Terodde hätte es eine ganz besondere Partie werden können. Und zwar wäre er durch einen Treffer zum alleinigen Top-Torschützen der Zweitliga-Historie aufgestiegen. Bislang netzte er in dieser Liga 153. Mal, und damit ebenso oft wie Dieter Schatzschneider, der den Großteil seiner Tore für Hannover schoss. 96-Legende Schatzschneider war an diesem Abend vor Ort - und durfte die HDI Arena so verlassen, wie er sie betreten hat: Als geteilter Rekordhalter. Viele Einschussmöglichkeiten hatte Terodde, der in dieser Saison bereits elfmal netzte, in diesem Spiel trotz des dicken Chancenplus seiner Mannschaft nicht.

Die Statistik: 0 aus 9

Hannover ist in diesem Wettbewerb gegen S04 noch ohne Sieg. Beide Vereine standen sich bislang neunmal in Deutschlands zweithöchster Spielklasse gegenüber. Fünfmal setzten sich dabei die Knappen durch, viermal wurden die Punkte geteilt.
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