Viel passierte nicht in der Anfangsviertelstunde im Traditionsduell der zweiten Liga zwischen Hamburg und Nürnberg. Die erste gute Gelegenheit vergaben die Rothosen durch Sonny Kittel - Christian Mathenia parierte (15.).
Fast im Gegenzug der Club erstmals gefährlich, doch Fabian Nürnberger nach einer Ecke etwas überrascht über die sich bietende Gelegenheit, verfehlte den Pfosten nur knapp (17.).
Der HSV war insgesamt das spielbestimmende Team, doch die Gäste erzielten die Führung. Nach Überprüfung der Bilder zeigte Schiedsrichter Felix Zwayer auf den Punkt, nachdem Mario Vuskovic mit der Hand Nikola Dovedan im Sechszehner im Gesicht traf.
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Enrico Valentini blieb eiskalt vom Punkt und verwandelte platziert vom Punkt zur Führung. Daniel Heuer Fernandes ahnte zwar die Ecke, kam aber nicht mehr dran (22.).
Die Rothosen drückten sofort auf den Ausgleich und wurde dafür auch belohnt. Jonas Mefferts Flanke köpfte Robert Glatzel in die lange Ecke ein. Das 1:1 fand aufgrund einer möglichen Abseitsposition zunächst keine Anerkennung, wurde wenig später - natürlich zurecht - doch gegeben (34.).
Quasi mit dem Pausenpfiff gelang dem HSV beinahe die Führung, doch Glatzel erreichte die Flanke von Bakery Jatta, die noch abgefälscht und so zu einer gefährlichen Bogenlampe wurde, nicht (45.+3).
Nach der Pause dann der Blitzstart der Gäste. Valentini konnte sich auf rechts viel zu leicht durchsetzen, seine Flanke dann punktgenau ins Zentrum auf den Kopf von Lino Tempelmann, der unbedrängt zur erneuten Führung einköpfte (46.).
Nach dem erneuten Rückstand konnte man den Hamburgern den Willen, den erneuten Ausgleich zu erzielen, nicht absprechen. Es fehlte aber lange an zwingenden Aktionen.
Erst mit Beginn der Schlussviertelstunde erhöhten die Hausherren merklich den Druck und wurden belohnt. Zunächst scheiterte Manuel Wintzheimer mit der ersten guten Chance der Norddeutschen im zweiten Durchgang an Mathenia (79.), doch der HSV blieb dran und nach einer punktgenauen Flanke von Kittel auf Glatzel köpfte der Stürmer zum hochverdienten Ausgleich ein (80.).
Der HSV drückte weiter, doch Nürnberg erkämpfte sich leidenschaftlich den Punktgewinn im Volksparkstadion. Mit der Punkteteilung verpassten beide den Sprung auf den Relegationsplatz.

Die Stimmen zum Spiel:

Jonas David (Hamburger SV): "Bitter, dass wir nach der Pause das schnelle Gegentor kassiert haben. Das ärgert uns, wir analysieren das und wollen es zukünftig besser machen. Zumindest den Ausgleich für den Punktgewinn konnten wir noch erzielen."
David Kinsombi (Hamburger SV): "Es ist ein gutes Zeichen, dass wir zweimal nach einem Rückstand zurückgekommen sind. Aber wir ärgern uns auch, dass wir aus unserer Überlegenheit nicht mehr gemacht haben. Uns fehlte in einigen Situation das Quäntchen Glück."
Enrico Valentini (1. FC Nürnberg): "Wenn man das Spiel betrachtet, ist es wohl ein gerechtes Ergebnis. Hamburg hat viel Druck gemacht. Wenn wir allerdings unsere Konter ruhiger ausspielen, dann wäre auch mehr drin gewesen."

Der Tweet zum Spiel:

Der Club bleibt als einziges Team im Unterhaus ohne Niederlage.

Das fiel auf: mangelnde Durchschlagskraft des HSV gegen effektive Nürnberger

Die Rothosen dominierten das Geschehen über weite Strecken der Partie. Die Gäste brachten in den entscheidenden Momenten jedoch fast immer ein Körperteil dazwischen.
Am Ende sprang für den ehemaligen Bundesliga-Dino für den großen Aufwand zu wenig heraus. Der Club schwamm in der Schlussphase und konnte nur durch grandiosen Einsatz und gnadenlose Effizienz einen Punkt aus der Hansestadt entführen.

Die Statistik: 18

Der Club hat nur eins seiner letzten 18 Zweitliga-Spiele verloren – diese Pleite gab es im Volksparkstadion, am 10. Mai 2021 verlor der Club 2:5 beim HSV. In dieser Form scheint den Nürnbergern der Aufstieg durchaus zuzutrauen zu sein.
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